Der Wolfsbeauftragte Aldin Selimovic bezeichnete die Sichtung als "besorgniserregend". Der NÖ Jagdverband prüft laut "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe) den Abschuss des Tieres.

Der Wolfsbeauftragte Aldin Selimovic bezeichnete die Sichtung als "besorgniserregend". Der NÖ Jagdverband prüft laut "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe) den Abschuss des Tieres.
Der Wolf sei über eine Wiese gelaufen, schilderte Koppensteiner, der die Sichtung fotografierte. Es war ein ausgewachsenes Tier, nach ein paar Minuten sei es wieder Richtung Wald verschwunden.
"Es ist kein normales Verhalten, wenn ein Wolf am helllichten Tag durch einen Ort läuft und keine Scheu vor Menschen zeigt", warnte der Wolfsbeauftragte vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie. Ursachen dafür könnten eine Verletzung oder Krankheit sein. Der Wolf könnte auch im Müll oder in einem Komposthaufen nach Futter suchen, sagte Selimovic. Er empfahl, die Situation in Pürbach genau zu beobachten und im Fall einer weiteren Sichtung des Wolfes im Ort einzuschreiten.
Der NÖ Jagdverband prüft laut "Kurier", ob das Tier auf Basis der neuen Wolfverordnung geschossen werden soll und darf. Die Regelung, die seit 3. April in Kraft ist, macht die Abschreckung und den Abschuss von "Problemwölfen" nun rascher und unter genauen Vorgaben ohne vorherige behördliche Anordnung möglich. "Wir schauen uns den Fall jetzt genau an", wurde Sylvia Scherhaufer vom NÖ Jagdverband vom "Kurier" zitiert.
(APA/Red)
