Laut einer Umfrage zum Austrian healt Forum (AHF) haben 59 Prozent der Österreicher angegeben, dass sich in ihren Augen die Gesundheitsversorgung verschlechtert hat.
Im Gegensatz dazu gaben nur 34 Prozent an, dass sie die Gesundheitsversorgung als "sehr gut" beurteilen. Dies geht aus einer Umfrage im Vorfeld des Austrian Health Forum (AHF), das von 11. bis 13. Mai in Schladming stattfindet, hervor. "Demox Research" hat dafür im April 1.000 Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren online befragt.
Stark gesunken ist in den letzten Jahren auch das subjektive Gesundheitsgefühl. Im April 2021 fühlten sich noch 75 Prozent der Befragten "völlig" oder "größtenteils gesund und wohl" und 18 Prozent "weniger" oder "gar nicht gesund und wohl". Bis zum Jahr 2023 stieg der Anteil jener, die sich nicht gesund fühlen, auf 32 Prozent. Die überwiegende Mehrheit gab mit 67 Prozent aber weiterhin an, sich gesund zu fühlen.
"Die traditionell hohe Zufriedenheit der Menschen in
Österreich mit ihrem Gesundheitssystem hat erstmals tiefe Kratzer
bekommen", interpretierte Christoph Hörhan, Initiator des Austrian
Health Forum, in einer Aussendung die Studienergebnisse. Seiner Meinung
nach ist es "höchste Zeit, aber noch nicht zu spät, das Ruder
herumzureißen und endlich grundlegende Reformen einzuleiten." Am AHF
soll heuer unter dem Motto "Reform oder Revolution" diskutiert werden,
wie das doch noch gelingen kann. Dazu kommen mehr als 300 Experten aus
dem Gesundheitsbereich in Schladming zusammen.