Im ersten Quartal hat sich die Wirtschaft in Österreich weiter eingebremst. In den beiden Quartalen davor hatte die heimische Wirtschaft stagniert.
Laut der Schnellschätzung des Österreichische Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) sank das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Jahresstart 2022 gab es aber ein Wachstum von 1,8 Prozent.
Veränderung zum Vorquartal und zum Vorjahr, seit Q4 2021.
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Neben Rückgängen in konsumnahen und wirtschaftlichen Dienstleistungsbereichen stagnierte heuer in den ersten drei Monaten laut WIFO auch die Entwicklung in der Industrie. Auf der Nachfrageseite habe der Außenhandel die Konjunktur belastet.
Die Dynamik sei aber "vor allem in den Dienstleistungsbereichen" weiter zurückgegangen. Im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie verringerte sich die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 0,2 Prozent. Verhalten geblieben sei die Konjunktur in der Bau- und Industriewirtschaft. Die Bauindustrie wuchs heuer im ersten Quartal um 1,1 Prozent, nachdem sie im vierten Quartal 2022 um 1,1 Prozent gesunken war.
Die Außenwirtschaft bremste sich zwischen Jänner und März ein. Die Exporte sanken laut WIFO mit 1,8 Prozent stärker als die Importe (minus 0,1 Prozent) - eine Entwicklung, die das BIP belastete.
"Leicht
stabilisierend" habe sich hingegen die Konsumnachfrage der privaten
Haushalte ausgewirkt (plus 0,7 Prozent). Der öffentliche Konsum war
allerdings nach drei von Zuwächsen geprägten Quartalen zuletzt
rückläufig (minus 0,6 Prozent).
Positiv entwickelt habe sich wiederum die Investitionsnachfrage - die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich den Angaben zufolge um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal.