Ab Montag sind die rund 148.000 SPÖ-Mitglieder aufgerufen, über ihre künftige Parteiführung abzustimmen. Bis 10. Mai kann abgestimmt werden.
Zur Wahl stehen Amtsinhaberin Pamela Rendi-Wagner, der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und der Traiskirchener Bürgermeister Andreas Babler. Bis 10. Mai kann die Stimme abgegeben werden. Danach wird es noch rund zwei Wochen dauern, bis das Ergebnis feststeht.
Doch selbst dann muss noch nicht klar sein, wer in Zukunft an der Spitze der Partei steht. Denn die letztgültige Entscheidung fällt erst bei einem Parteitag am 3. Juni in Linz. Während Rendi-Wagner und Doskozil angekündigt haben, den Entscheid der Mitglieder jedenfalls zu akzeptieren, will Babler dort kandidieren, sollte keiner der drei Bewerber bei der Basis-Befragung eine absolute Mehrheit erhalten haben.
Abgestimmt
werden kann sowohl postalisch als auch online. Dabei gibt es auch die
Option kundzutun, dass man keinen der angebotenen Kandidaten an der
Parteispitze sehen will. Stimmen Mitglieder doppelt ab, wird das
elektronische Votum aussortiert.
Der Ausgang des Dreikampfs gilt
als offen. Die Bewerber repräsentieren die unterschiedlichen Flügel in
der SPÖ. Doskozil ist vor allem in der Zuwanderungspolitik rechts
angesiedelt, Babler nicht nur dort weit links und Rendi-Wagner
pragmatisch in der Mitte.
Dass die Stimmung in der Partei derzeit alles andere als bestens ist, zeigte sich zuletzt bei der Reaktion auf die Verluste bei der . Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch aus dem Umfeld Rendi-Wagners kritisierte Spitzenkandidat David Egger, der zum Doskozil-Lager zählt. Dessen burgenländische Landespartei wiederum attackierte die Bundespartei dafür, den Wahlkampf in Salzburg gestört zu haben.