Am Freitagabend feierten die Sozialdemokraten in Salzburg den Wahlkampfabschluss mit dem Ziel "am Sonntag stärker zu werden".
Gegen Teuerung und für eine Entlastung der Haushalte, gegen Übergewinne der Salzburg AG und für einen besseren Öffentlichen Verkehr, gegen den Pflegenotstand und für leistbares Wohnen: "Es braucht eine starke SPÖ, um diese Dinge umzusetzen", betonte Spitzenkandidat David Egger beim Wahlkampfabschluss der Sozialdemokraten am Freitagabend in der Stadt Salzburg. "Unser Ziel ist es, am Sonntag stärker zu werden. Was zählt, ist ein positives, starkes Ergebnis am 23. April."
Veränderung gäbe es laut Egger nur mit einer starken SPÖ
Nur so sei Veränderung im Land möglich. Viele Familien würden mittlerweile nach Oberösterreich ziehen, weil sie sich in Salzburg keine Wohnung mehr leisten können, betonte Egger. Es brauche darum unter anderem eine Reform der Wohnbauförderung, eine ordentliche Bodenpolitik und den aktiven Kauf von Grundstücken, um Wohnen endlich wieder ein bisschen billiger zu machen. Die Grünen und die NEOS - derzeit in einer Koalition mit der ÖVP - seien Fliegengewichte gegen die konservative Volkspartei. "Die werden hier nichts ausrichten - bei aller Wertschätzung für die beiden Spitzenkandidatinnen", so Egger.
"Am Tag nach der Wahl ist alles anders, wie in Niederösterreich"
Den
Streit von ÖVP und FPÖ nach der Kritik von Landeshauptmann Wilfried
Haslauer (ÖVP) am freiheitlichen Bundesparteichef Herbert Kickl
verortete Egger als politisches Theater: "Am Tag nach der Wahl ist alles
anders, wie in Niederösterreich." Die SPÖ Salzburg
sei bereit, nach der Wahl Verantwortung zu übernehmen und für ihre
Ideen einzutreten. "Dort wo ein Sozialdemokrat in der Verantwortung ist,
geht es den Menschen besser - und nicht ein paar wenigen, die es sich
richten können."
Bundespolitische Unterstützung für SPÖ Salzburg von Julia Herr
Für bundespolitische Unterstützung an der Salzach
sorgte am Freitagabend SPÖ-Nationalratsabgeordnete Julia Herr: "Wenn
wir nicht aufstehen und für die arbeitenden Menschen einstehen, gibt es
keine Umverteilungspolitik. Es macht sonst niemand", sagte sie. Salzburg
sei ein hartes Pflaster für die Sozialdemokratie. "Und von Seiten der
Bundespolitik hat es sicher keinen Rückenwind gegeben". Die Salzburger
SPÖ habe aber die richtigen Themen gefunden. Egger ergänzte: "Die
Konkurrenz knabbert links, die Konkurrenz knabbert rechts, haben sie
gesagt. Aber wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen."
Forcher bedankte sich bei Funktionären und Unterstützern
Landesparteigeschäftsführer
Gerald Forcher bedankte sich bei allen Funktionären und Unterstützern,
"die für die SPÖ gelaufen sind und die zur Stunde noch laufen." Die
Partei habe einen fairen und sparsamen Wahlkampf geführt und werde eine
Punktlandung bei den angestrebten Wahlkampfkosten in der Höhe von
500.000 Euro hinlegen. "Das ist Hälfte von dem, was die ÖVP angegeben
hat, ausgeben zu wollen."