Am Freitagnachmittag verlief die NEOS-Veranstaltung zum Wahlkampfabschluss bei der Salzburger Landtagswahl 2023 vor dem Europark in Salzburg kurz und bündig.
Spitzenkandidatin Andrea Klambauer umriss in ihrer rund 15 Minuten dauernden Rede die Eckpunkte ihres Wahlprogramms. Sie warnte erneut vor einer "FPÖVP"-Koalition nach der Landtagswahl am 23. April und auch vor einer Links-Koalition. "Ich bin und bleibe eine Macherin für Salzburg gemeinsam mit einem großartigen Team", versprach die Landesrätin.
Klambauer richtete heute einen "persönlichen Appell an die Salzburgerinnen und Salzburger": "Eine Stimme für einen FPÖVP-Pakt ist eine Stimme für Zukunftsraub in Salzburg." Am meisten Seitenhiebe bekam die ÖVP ab. In Richtung FPÖ sagte sie, ein Wolf im Schafspelz bleibe ein Wolf. Wenn Salzburg auseinanderdrifte, dann würden die Menschen, die Familien, die Jugend und die Unternehmer leiden. Die Politik der NEOS hingegen sei konstruktiv, proeuropäisch und auf rechtsstaatliche Werte aufgebaut.
Die
Spitzenkandidatin empörte sich über ÖVP-Bürgermeister, denen es nur um
Parteipolitik gehe und die gemeint hätten, der Gratis-Kindergarten wäre
mit 1. April 2023 zu schnell umgesetzt worden, deshalb hätten sie die
Nachmittagsbetreuung nicht günstiger machen können. "Das ist nicht die
Wahrheit. Sie wollen nicht, dass der Gratis-Kindergarten funktioniert",
ärgerte sich die ressortzuständige Landesrätin. Sie habe bereits Briefe
von verzweifelten Eltern erhalten. Die Menschen dürften von der Politik
erwarten, dass sie nicht jahrelang auf ein Versprechen warten müssen.
"Die ÖVP macht Politik zu Lasten der Menschen. Ich verspreche den
Eltern, ich werde jeden Tag weiterkämpfen, dass die Entlastung bei den
Eltern ankommt".
NEOS setze sich für einen Rechtsanspruch auf
Kinderbetreuung und einen Ausbau der erneuerbaren Energie ein, strich
Klambauer in ihrer Rede noch heraus. Danach ließen ihre Wahlhelferinnen
und Wahlhelfer pinke Luftballons in den Himmel steigen und versuchten
mit Applaus und "Andrea"-Rufen die Stimmung anzuheizen. Das Interesse
der Passanten an dem warmen Frühlingstag war allerdings gering. Die
Zuhörerschaft vor dem Ost-Eingang des Europarks setzte sich aus
Funktionären, Parteianhängern und Medienvertretern zusammen. Neben dem
Partyzelt der NEOS hatten die SPÖ und die Grünen ihre Zelte aufgestellt
und gingen mit Wahlgeschenken auf Stimmenfang.