Die WKStA führte eine ergänzende Sicherstellung bei der Gratiszeitung "Heute" durch.
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat am
Donnerstag in der Inseratencausa eine "ergänzende Sicherstellung" bei
der Gratiszeitung "Heute" durchgeführt. Das bestätigte eine Sprecherin
dem "Kurier", wobei sich an der Verdachtslage und den Beschuldigten
nichts geändert habe. Laut Medienberichten sollen alte Dienstverträge
von "Heute"-Journalisten sichergestellt worden sein, die wohlwollende
PR-Berichterstattung gegenüber Inserenten vorgesehen haben sollen. Diese
Bestimmung dürfte vor über einem Jahrzehnt entfernt worden sein.
Die WKStA führte bereits vor mehreren Wochen eine Hausdurchsuchung in den Geschäftsführungsräumlichkeiten des "Heute"-Verlags durch. Anlass gaben Aussagen von Thomas Schmid, einst Kabinettschef im Finanzministerium und enger Vertrauter von Sebastian Kurz (ÖVP). Er behauptete, dass "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand etwa auf mehr Inseratengelder gedrängt haben soll und dafür wohlwollende Berichterstattung in Aussicht stellte. Dichand und weitere Beteiligte, gegen die ermittelt wird, bestreiten das.