Aufgrund von Warnstreiks sollen am Donnerstag mindestens 121 Flüge am Flughafen Köln/Bon gestrichen werden.
Seit Mittwochabend streiken Beschäftigte der Waren- und Frachtkontrolle und seit Donnerstagfrüh auch in der Fluggastkontrolle, wie ein Verdi-Sprecher mitteilte. "Die Beteiligung ist auch nach den Streiktagen in den vergangenen Monaten ungebrochen hoch. Das zeigt die Haltung der Beschäftigten auf das Angebot des Arbeitgebers", sagte der Gewerkschaftssprecher.
Man sei mit dem Warnstreik in der Nacht sehr zufrieden. Knapp 100 Menschen seien zu einer Kundgebung am Mittwochabend gekommen. Auch für eine Kundgebung Donnerstagfrüh werden etwa 100 Beschäftigte erwartet. Die Beschäftigten der Warenkontrolle streiken bis Freitag um Mitternacht, Beschäftigte der Fluggastkontrolle bis Samstagfrüh.
Am Flughafen
waren in der Nacht auf Donnerstag und in der Früh kaum Passagiere zu
sehen, wie der Flughafen mitteilte. Durch die frühe Ankündigung hätten
viele Gäste Zeit gehabt, sich auf den Warnstreik vorzubereiten. 64
Starts und 57 Landungen wurden nach Angaben des Flughafens für
Donnerstag gestrichen. Es können weitere folgen. Von den Streiks sind
auch Flüge nach Österreich betroffen.
Auch
an den Flughäfen Düsseldorf und Hamburg hat Verdi die Beschäftigten im
Luftsicherheitsbereich, in der Fluggastkontrolle, der Personal- und
Warenkontrolle und in Servicebereichen zu ganztägigen Warnstreiks
aufgerufen. Der Flughafenverband ADV rechnet damit, dass an den beiden
Streiktagen bundesweit rund 700 Flüge gestrichen werden müssen.
Hintergrund
sind die Verhandlungen zwischen Verdi und dem Bundesverband der
Luftsicherheitsunternehmen über die Zeitzuschläge für Nacht-, Samstags-,
Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie eine Regelung zur Entlohnung von
Überstunden für Sicherheits- und Servicekräfte. Die Verhandlungen sollen
am 27. und 28. April fortgesetzt werden.