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Flughafen-Streiks: 121 Flüge in Deutschland gestrichen

20-04-2023, 08:51

Aufgrund von Warnstreiks sollen am Donnerstag mindestens 121 Flüge am Flughafen Köln/Bon gestrichen werden.

Seit Mittwochabend streiken Beschäftigte der Waren- und Frachtkontrolle und seit Donnerstagfrüh auch in der Fluggastkontrolle, wie ein Verdi-Sprecher mitteilte. "Die Beteiligung ist auch nach den Streiktagen in den vergangenen Monaten ungebrochen hoch. Das zeigt die Haltung der Beschäftigten auf das Angebot des Arbeitgebers", sagte der Gewerkschaftssprecher.

121 Flüge wegen Streiks in Deutschland gestrichen

Man sei mit dem Warnstreik in der Nacht sehr zufrieden. Knapp 100 Menschen seien zu einer Kundgebung am Mittwochabend gekommen. Auch für eine Kundgebung Donnerstagfrüh werden etwa 100 Beschäftigte erwartet. Die Beschäftigten der Warenkontrolle streiken bis Freitag um Mitternacht, Beschäftigte der Fluggastkontrolle bis Samstagfrüh.

Auch Flüge in Österreich durch Streiks in Deutschland betroffen

Am Flughafen waren in der Nacht auf Donnerstag und in der Früh kaum Passagiere zu sehen, wie der Flughafen mitteilte. Durch die frühe Ankündigung hätten viele Gäste Zeit gehabt, sich auf den Warnstreik vorzubereiten. 64 Starts und 57 Landungen wurden nach Angaben des Flughafens für Donnerstag gestrichen. Es können weitere folgen. Von den Streiks sind auch Flüge nach Österreich betroffen.

Warnstreiks an Flughäfen in Düsseldorf und Hamburg

Auch an den Flughäfen Düsseldorf und Hamburg hat Verdi die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich, in der Fluggastkontrolle, der Personal- und Warenkontrolle und in Servicebereichen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Der Flughafenverband ADV rechnet damit, dass an den beiden Streiktagen bundesweit rund 700 Flüge gestrichen werden müssen.

Hintergrund für die Streiks sind Verhandlungen

Hintergrund sind die Verhandlungen zwischen Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen über die Zeitzuschläge für Nacht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie eine Regelung zur Entlohnung von Überstunden für Sicherheits- und Servicekräfte. Die Verhandlungen sollen am 27. und 28. April fortgesetzt werden.

(APA/Red)

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