Erstmals soll es bereits am Sonntagabend ein Endergebnis für die Salzburger Landtagswahl 2023 geben, weil die Briefwahlstimmen nur mehr in der eigenen Wohnsitzgemeinde abgegeben werden können.
Bei den diesen Sonntag, dem 23. April 2023, soll schon am Sonntagabend das Endergebnis feststehen. Außerdem können heuer erstmals auch Auslands-Salzburgerinnen und -Salzburger über die Zusammensetzung des Landesparlaments mitentscheiden. Außerdem ist es möglich, Vorzugsstimmen auch landesweit zu vergeben.
Salzburg war zwar schon bisher eines der - inzwischen meisten - Bundesländer, die gleich am Sonntag auch die Wahlkarten ausgezählt haben. Aber ein kleiner Teil der Stimmen fehlte Sonntagabend immer noch, weil Wahlkarten auch in fremden Bezirken abgegeben werden konnten. Diese Stimmen mussten wegen der Mandatszuweisung in den zutreffenden Bezirk befördert werden und wurden daher erst am Mittwoch ausgezählt. Die Menge war zuletzt aber überschaubar: 2018 kamen am Mittwoch bei insgesamt 253.396 abgegebenen Stimmen nur mehr rund 150 hinzu. Daher wurde diese Möglichkeit nun ganz gestrichen: Wahlkarten können nur mehr per Post oder in einem Wahllokal der Wohnsitz-Gemeinde abgegeben werden.
Allerdings
nimmt die Auszählung einer Briefwahlstimme mehr Zeit in Anspruch als
bei einer herkömmlichen Stimme aus der Wahlurne, weil diese mit
eidesstattlicher Erklärung (die kontrolliert werden muss) in einem
verklebten Kuvert ankommt. Das heißt, bis zum Vorliegen des
Endergebnisses könnte es dauern. Das wird man am Sonntag deutlich am
Ergebnis der Landeshauptstadt sehen. Denn wegen der dort vielen
auszuwertenden Wahlkarten wird die Wahlbehörde zunächst - um 18 Uhr
herum - ein Ergebnis ohne Briefwahl veröffentlichen. Zwischen 20 und 21
Uhr sollte auch Salzburg-Stadt
vollständig ausgezählt sein und das Ergebnis inklusive Briefwahl
vorliegen. Damit gibt es dann auch das komplette Gesamtergebnis der
Landtagswahl.
Darin enthalten sein werden heuer erstmals auch die Stimmen von Salzburgerinnen und Salzburgern, die im Ausland leben. Allerdings nur dann, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Salzburg
vor höchstens zehn Jahren aufgelassen haben. Allzu groß dürfte aber
auch diese Anzahl nicht sein. Bei der Bundespräsidentenwahl 2022 haben
(bei fast 261.000 abgegeben Stimmen aus dem Bundesland) 5.331 im Ausland
lebende gebürtige Salzburger die nötige Wahlkarte angefordert. Salzburg
ist nach Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg das vierte Bundesland,
das auch bei Landtagswahlen im Ausland lebenden Bürgern die Wahl
ermöglicht.
Eine weitere Änderung gibt es bei den Vorzugsstimmen.
Heuer können die Wahlberechtigten sowohl auf Bezirks- als auch auf
Landesebene jeweils eine - aber nicht mehr - Vorzugsstimme vergeben.