Mit Unterstützung des Kunstministeriums hat der Österreichische Museumsverband ICOM einen weiteren Hilfstransport in die Ukraine durchgeführt.
Die Lieferung erreichte kürzlich Museen in der Region Mykolajiw nahe Odessa, berichtete der Verband am Mittwoch. Verpackungsmaterial, aber auch Stromgeneratoren, Benzinkanister, Be- und Entfeuchtungsgeräte oder Feuerlöscher wurden zum Schutz und zur sicheren Lagerung von Sammlungsobjekten gebraucht.
In dem bereits über ein Jahr andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wurden viele Museen durch gezielte russische Angriffe zerstört oder beschädigt, um die ukrainische Kultur und Identität auszulöschen. Museumsbestände konnten oft nur notdürftig gesichert werden. Gerade in der Südostukraine sei die Bedrohung durch die nahe Front außerordentlich groß, betonte ICOM.
"Das kulturelle Erbe ist ein unersetzliches
öffentliches Gut, das vergangene und künftige Generationen miteinander
verbindet. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau und zur
Stärkung der nationalen Identität und der kulturellen Eigenheit eines
Landes", sagte Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne).
Gerade in Krisenzeiten komme Museen in Bezug auf Demokratie und
Freiheitsrechte eine wichtige Bedeutung zu, ergänzte ICOM Österreich-Präsidentin Johanna Schwanberg.