Eine Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher ist laut einer IMAS-Erhebung mit der eigenen Berufsausbildung zufrieden.
Knapp neun von zehn der Österreicher und Österreicherinnen sind zufrieden mit ihrer Berufsausbildung. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Marktforschungsinstituts IMAS. Mehr als ein Drittel habe sich für eine Lehre entschieden. "Die Lehre darf nicht als Bildungssackgasse wahrgenommen werden", so der Präsident der Firmeninitiative zukunft.lehre.österreich, Robert Machtlinger.
Man müsse den Stellenwert der Lehre wieder ins rechte Bild rücken, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz. Knapp die Hälfte der Befragten haben sich laut IMAS-Umfrage im Vorfeld ihrer Berufsausbildung "intensiv" oder "eher intensiv" mit dem Konzept der Lehre auseinandergesetzt. "Sehr" und "eher" für eine Lehre sprachen für die Befragten dabei etwa ein eigenes Einkommen (93 Prozent) und die Selbstständigkeit (92 Prozent). "Sehr" oder "eher" gegen eine Lehrausbildung sprach für 58 Prozent hingegen der schlechte Umgang mit den Lehrlingen und für 55 Prozent, dass andere Schultypen einen besseren Aufstieg ermöglichen.
"Trotz der umfangreichen beruflichen Möglichkeiten, die eine fundierte fachliche Ausbildung im dualen Bildungssystem bietet, hat die Wertigkeit der Lehre in der öffentlichen Wahrnehmung in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen", sagte Machtlinger. Laut IMAS-Erhebung glaubt aber jeder zweite Österreicher bzw. Österreicherin, dass die Bedeutung des Lehrabschlusses in Zukunft steigen wird.
Die Erhebung wurde im Auftrag vom Institut für Arbeitsforschung und der Initiative zukunft.lehre.österreich durchgeführt. Zwischen 13. Jänner und 7. Februar 2023 führte IMAS Interviews mit 1.009 Menschen ab 16 Jahren durch.