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"Lasse mich nicht einschüchtern": Klima-Aktivistin Windl trotzt Ausweisung

6-04-2023, 14:44

Am Donnerstag wurde die deutsche Klima-Aktivistin Anja Windl, der die Ausweisung aus Österreich droht, durch die Fremdenpolizei in Leoben einvernommen.

Die Studentin in Klagenfurt befindet sich seit vergangener Woche im Visier des Bundesamts für Asyl und Fremdenwesen (BFA) und soll aus Österreich ausgewiesen werden. Hintergrund sind Protestaktionen, an denen die 26-Jährige als Mitglied der "Letzten Generation" beteiligt war. "Ich lasse mich nicht einschüchtern", sagte Windl der APA nach der Einvernahme.

Klima-Aktivistin Windl von Fremdenpolizei einvernommen

"Es wurde mein Gefährdungspotenzial relativ kleinkariert abgefragt", sagte Windl über die Einvernahme am Donnerstag in der Regionalstelle des BFA in Leoben. In Zusammenhang damit sei ihr unter anderem eine verhinderte Protestaktion beim heurigen Neujahrskonzert sowie ein Aktion in Wien, bei dem die Aktivistinnen und Aktivisten eine Ölspur am Verteilerkreis in Wien legten, vorgeworfen worden. Basis dafür seien die Paragrafen 89 StGB (Gefährdung der körperlichen Sicherheit) und 176 StGB (Vorsätzliche Gemeingefährdung), so Windl.

Befragung dauerte mehrere Stunden

Im Zuge des Termins sei auch nach Unterlagen zu ihrer Kranken- und Sozialversicherung gefragt worden, hieß es weiter. Insgesamt habe die Befragung rund dreieinhalb Stunden gedauert. Wie es nun weitergeht, wisse sie noch nicht. "Ich gehe aber davon aus, dass sich diese Sache noch weiter ziehen wird", so die Niederbayerin.

Sie wolle sich jedoch vom Vorgehen der Behörden nicht einschüchtern lassen. "Ich denke mir eher: Jetzt erst recht!", sagte Windl. "Es ist unser gutes Recht für das Klima zu protestieren, solange die Regierung nicht handelt." Auch bei der nächsten Protestwelle in Graz wolle sie teilnehmen.

(APA/Red)

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