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Geringer Wasserstand im Neusiedler See stört Oster-Touristen nicht

5-04-2023, 09:13

Für die meisten Touristen rund um die Osterfeiertage ist der weiterhin niedrige Wasserstand des Neusiedler Sees kaum ein Thema.

Ausschlaggebend sei eher die Wetterprognose, die statt frühlingshafter Temperaturen Winterwetter vorhersagt. Beim Burgenland Tourismus zeigte man sich aber auf APA-Anfrage "vorsichtig optimistisch". Vor allem Betriebe mit Schwerpunkt Weinkulinarik oder Thermen seien nahezu ausgelastet.

Wasserstand im Neusiedler See kein Thema für Oster-Touristen

Ulrike Tschach-Sauerzopf, beim Burgenland Tourismus für Marktforschung und Strategie verantwortlich, erklärte: "Die Osterwoche ist kein Schwerpunkt, eher das Oster-Wochenende. Da haben die Betriebe noch Luft nach oben. Die Buchungen sind stark wetterabhängig." Die Hauptmotive für eine Buchung im Frühling im Burgenland seien, die Natur zu genießen und das Radfahren. Etwaige Urlauber sind daher aufgrund der Prognose noch vorsichtig.

Betriebe mit einer Spezialisierung auf Wein sind gut ausgelastet

Bereits gut ausgelastet und somit sehr zufrieden seien aber jene Betriebe mit einer Spezialisierung etwa auf Wein oder eben Thermen. Privatzimmervermieter würden noch auf kurzfristige Reservierungen aus dem Einzugsgebiet Wien, Niederösterreich und der Steiermark hoffen, berichtet Tschach-Sauerzopf von einer landesweiten Blitzumfrage über die Stimmung in den Regionen.

Bilder des trockenen Seewinkels seien natürlich nicht positiv

Bilder des trockenen Seewinkels seien natürlich nicht positiv und lassen manche Urlauber überlegen. Die Mehrheit lasse sich davon aber nicht von einem Trip ins Burgenland abhalten, so Tschach-Sauerzopf.

Ein Vorteil der derzeit tiefen Temperaturen

Etwas Positives haben die derzeit tiefen Temperaturen allerdings, denn das Wasser im Neusiedler See verdunstet zumindest nicht so schnell. Derzeit liegt der Wasserstand bei 115,02 Meter über Adria. Das ist der niedrigste Wert für Anfang April seit 1965. 21 Zentimeter fehlen auf das Vorjahr, 57 auf das langjährige Mittel. Der Regen der vergangenen Tage hat beim Wasserstand circa einen Zentimeter gebracht - keine Entspannung, aber "jeder Zentimeter zählt", sagte Christian Sailer, Leiter der "Task Force Neusiedler See", zur APA. Seit Mitte März habe sich der Wasserstand bei ungefähr 115 Meter über Adria eingependelt. Aufgrund der eher niedrigen Temperaturen sinkt er zumindest nicht weiter, weil kein Wasser verdunstet, meinte Sailer.

(APA/Red)

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