Es ist kein Aprilscherz: Kommenden Samstag, dem 1. April 2023 steigen die Richtwertmeiten für Neuverträge um 8,6 Prozent an. Die Verhandlungen über eine Mietpreisbremse sind gescheitert.
Die entsprechende Kundmachung wurde heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Richtwerte sind je nach Bundesland unterschiedlich hoch. Laut Veröffentlichung liegt der Wert ab April in Vorarlberg mit 10,25 Euro pro Quadratmeter am höchsten, dahinter folgen Salzburg (9,22), Steiermark (9,21) und Tirol (8,14).
Etwas geringer fallen die Werte demnach in Kärnten mit 7,81 Euro, Oberösterreich (7,23), Niederösterreich (6,85) und Wien (6,67) aus. Den geringsten Betrag pro Quadratmeter werden künftig betroffene Mieterinnen und Mieter im Burgenland (6,09) zu zahlen haben.
Ab
1. Mai ziehen dann die Richtwertmieten für Bestandsverträge nach. Die
Richtwertanpassungen sind zwar durch das Gesetz bedingt, Vermieter sind
aber nicht dazu verpflichtet, die Mieten zu erhöhen. Als Kompensation
für die erwartbar höheren Kosten verständigte sich die Regierung zuletzt
auf einen Zuschuss für einkommensschwache Haushalte.
Etwas
weniger als ein Drittel aller Mietverhältnisse in Österreich sind laut
Österreichischem Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) von der
Anpassung des Richtwertmietzinses betroffen. Das sind 274.000 private
und 220.000 kommunale Mietwohnungen von insgesamt 1,7 Mio.
Mietverhältnissen.