Am Donnerstag musste in Wiener Neustadt ein Biber umgesiedelt werden. Die Feuerwehr rückte mit einer sauberen Mülltonne aus und bewerkstelligte die Aufgabe.
Die Helfer waren einer Aussendung zufolge vom Magistrat zur Unterstützung angefordert worden. Die Amtstierärztin hatte den Nager entdeckt, der entlang des Wildschutzzaunes zur S4 offenbar umherirrte. Nach Rücksprache mit dem Landesbiberbeauftragten der Abteilung Naturschutz des Amtes der NÖ Landesregierung wurde entschieden, dass das Tier schonend eingefangen und in einen unregulierten Feuchtraum umgesiedelt werden soll.
"Das
schonende Einfangen eines Bibers ist so eine Sache für sich. Biber sind
starke Tiere. Sie können bis 1,3 Meter lang werden und ein Gewicht von
mehr als 30 Kilogramm erreichen. Ein Biss von einem Biber kann an der
falschen Stelle fatal für die Einsatzkräfte enden", erläuterte
Branddirektor Christian Pfeiffer. Eine Mülltonne sei mitgenommen worden,
weil der Nager die Tierrettungsbox der Helfer "sofort zerlegt" hätte.
"Diese kraftvollen Tiere lassen sich von Boxen, die nur mit Scharnieren
zusammengehalten werden, nicht beeindrucken", so Pfeiffer.
Der Einsatz selbst verlief letztlich unspektakulär. Das offensichtlich geschwächte Tier habe sich "fast von alleine in die Mülltonne" begeben, berichtete die Feuerwehr. Der Biber wurde letztlich in sicherer Entfernung zu bewohntem Gebiet in die Freiheit entlassen.