Der Fastenmonat Ramadan fängt in Saudi-Arabien und Katar am Donnerstag an, in Österreich jedoch schon am Mittwochabend.
Das Datum für den Beginn des Ramadan wird sowohl durch Mondberechnungen als auch durch die Sichtung der Mondsichel nach dem Neumond festgelegt. Dies kann in den verschiedenen Ländern variieren. Die saudi-arabischen Behörden hatten die Menschen am Dienstag aufgerufen, am Abend nach der Mondsichel Ausschau zu halten, doch war diese am Himmel nicht auszumachen.
Der Oberste Gerichtshof des Königreichs entschied laut staatlicher Nachrichtenagentur SPA am Dienstagabend, dass der achte islamische Kalendermonat Shaban, der dem Ramadan vorausgeht, am Mittwoch endet, woraus folgt, dass der Ramadan am folgenden Tag beginnt.
Auch das offizielle Komitee zur Sichtung der Mondsichel im benachbarten
Katar gab bekannt, dass der Donnerstag "der erste Tag des gesegneten
Monats des Ramadan" sei, wie die staatliche Nachrichtenagentur QNA auf Twitter mitteilte.
In Österreich beginnt der Ramadan laut Islamischer Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) heuer am Mittwochabend, erster Fastentag ist somit der Donnerstag. Der Ramadan
sei auch die Zeit der Einkehr, des Verzichts und der Dankbarkeit, sagte
IGGÖ-Präsident Ümit Vural laut einer Aussendung. "Viele Dinge in
unserem Leben betrachten wir als völlig selbstverständlich, sei es das
Dach über dem Kopf, die funktionierende Heizung, der gefüllte
Kühlschrank, die gesunden Kinder oder der liebende Partner. Der Ramadan lehrt uns als Monat der Reflexion, uns der vielen Segen in unserem Leben bewusst zu werden." Den diesjährigen Ramadan stelle die IGGÖ daher unter das Motto "Zeit für Dankbarkeit".
Der Fastenmonat Ramadan
ist eine der fünf Säulen des Islam. Gläubige Muslime verzichten in
dieser Zeit rund 30 Tage lang von Morgengrauen bis Abenddämmerung auf
Essen und Trinken und versammeln sich traditionell mit Familie und
Freunden, um am Abend das Fasten zu brechen.
In Saudi-Arabien, das mit Medina und Mekka die heiligsten Stätten des Islam hat, wird streng gefastet und die Restaurants bleiben bis zum sogenannten Iftar-Essen bei Sonnenuntergang geschlossen. Gläubige versammeln sich vor allem nachts zum Beten in Moscheen.