Das COMÚN-Magazin oekoreich kritisiert in einem Bericht Werbegeschenke, die derzeit von der österreichischen Post verschickt werden. Dabei handle es sich um Plastikmode aus China, so die Kritik.
"Die Post ist mehrheitlich im Besitz der Republik Österreich, operiert also mit unserem Steuergeld. Trotz Klimastrategie wird weiterhin auf Plastikmode aus China gesetzt, die noch dazu ungefragt im Land verschickt wird. Das ist nichts anderes als dubiose Plastikmüll-Produktion, bei der alle draufzahlen" so Sebastian Bohrn Mena, Vorstand der Stiftung COMÚN und Sprecher ihrer Nachhaltigkeits-Initiative oekoreich.
Auch dass die Post die Lieferkette der Plastiktextilie nicht offenlegt, stößt dem oekoreich-Magazin sauer auf. Man würde lediglich erfahren, dass der Importeur eine Kärntner Firma sei, die auch andere Plastik-Textilien für die Post anbiete. "Wer im Jahr 2023, in Zeiten von Klimakrise und Umweltverschmutzung, immer noch auf Import-Plastikkleidung aus China setzt, der hat nichts verstanden. Wenn die Post selbst dazu nicht in der Lage ist, dann sollten vielleicht die Eigentümer-Vertreter in der ÖBAG mal ein Auge darauf werfen", so Bohrn Mena abschließend.
Die Stiftung COMÚN lädt die Post zur "Österreichischen Konsumdialoge" im Juni ein. Dabei soll auch ein Schwerpunkt auf Alternativen zu Fast Fashion und Plastiktextilien gelegt werden.