Am Freitag kam es in Serfaus in Tirol zu einem Lawinenabgang. Eine Wintersportlerin wurde komplett verschüttet und konnte nur mehr tot geborgen werden.
Eine Frau ist Freitagvormittag bei einem Lawinenabgang in Serfaus im Tiroler Bezirk Landeck ums Leben gekommen. Die Wintersportlerin konnte - nachdem sie komplett verschüttet worden war - nur mehr tot geborgen werden, sagte ein Polizeisprecher zur APA.
Wie es von der Seilbahn Komperdell hieß, wurde die Lawine im freien Skiraum von der Variantenfahrerin selbst ausgelöst. Nähere Informationen zur Identität der Verunglückten lagen zunächst nicht vor.
Gegen 10.40 Uhr wurde der Lawinenabgang gemeldet, erst zu Mittag wurde die Frau leblos aus den Schneemassen befreit, hieß es. Der Lawinenkegel soll 30 Meter breit und 80 Meter lang gewesen sein. Die Variantenfahrerin dürfte kein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) bei sich gehabt haben.
Die Folge war eine Suchaktion mit zahlreichen Beteiligten: 55
Einsatzkräfte von Bergrettung, Skischule, Seilbahn und eine
Suchhundestaffel mit drei Lawinensuchhunden waren im Einsatz. Zudem
flogen zwei Polizeihubschrauber.
In Tirol
herrschte am Freitag vor allem in höheren Lagen verbreitet erhebliche
Lawinengefahr, also Stufe 3 der fünfteiligen Skala. Das Land hatte zuvor
gewarnt, dass das aktuell frühlingshafte und milde Wetter vor allem
auch am Wochenende nicht nur viele Sonnenstunden, sondern auch eine
steigende Lawinengefahr mit sich bringe.