Am Donnerstag endete ein Prozess um den Diebstahl von Schmuck und Markenuhren im Gesamtwert von etwa 300.000 Euro in Korneuburg mit einem Freispruch für einen 47-Jährigen.
Das Urteil ist Gerichtsangaben zufolge bereits rechtskräftig. Dem serbischen Staatsbürger war angelastet worden, im Vorjahr bei der sogenannten Klosterneuburger Sammlerbörse zugeschlagen zu haben. Für einen Schuldspruch ergaben sich allerdings nicht genug Beweise.
Laut Anklage soll der Beschuldigte den Diebstahl am Vormittag des 20. März 2022 vor Beginn der besagten Sammlerbörse verübt haben. Es soll eine Tasche mitgenommen worden sein, in der sich u.a. mehrere Markenuhren und eine Brosche mit Diamanten befanden. Ein Mietwagen mit deutschen Kennzeichen wurde als Täterfahrzeug eruiert.
Der
47-Jährige wurde am 15. November 2022 auf Grundlage eines europäischen
Haftbefehls in Berlin festgenommen. Anfang diesen Jahres wurde der Mann
nach Österreich ausgeliefert.
Laut Wolfgang Schuster-Kramer, dem
Sprecher des Landesgerichts Korneuburg, wurde die Täterschaft des Serben
"nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit festgestellt".
Zeugen haben den 47-Jährigen demnach weder im Vor-, noch im
Hauptverfahren wiedererkannt. Es stehe letztlich nicht fest, ob sich der
Beschuldigte tatsächlich im Täterfahrzeug befunden habe. Vom
Angeklagten selbst gab es dazu keine Informationen, er machte bei seiner
Befragung keine Angaben.