Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) liegen zahlreiche Beschwerden von geprellten Kunden auf. Im Fall eines Geschädigten hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) jetzt eine Rückzahlung erwirkt.

Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) liegen zahlreiche Beschwerden von geprellten Kunden auf. Im Fall eines Geschädigten hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) jetzt eine Rückzahlung erwirkt.
Konsumenten werden laut EVZ "in fingierten Bewerbungsgesprächen zu Vertragsabschlüssen gedrängt, die über Reseller-Plattformen wie CopeCart oder Digistore24 abgeschlossen werden". Die Kosten belaufen sich auf mehrere Tausend Euro. Ein vom VKI erwirkter Europäischer Zahlungsbefehl gegen CopeCart führte jetzt zu einer Rückzahlung von rund 3.800 Euro für einen im Zusammenhang mit der "Masterclass" eines "Selfmade-Millionärs" Geschädigten.
Insgesamt verzeichnete das EVZ-Netzwerk seit Juli 2021 mehr als 700 Beschwerdefälle zu unseriösen Business-Coachings. Die geschätzte Schadenssumme liege im einstelligen Millionenbereich, berichtete EVZ-Leiter Reinhold Schranz.
Schranz rät, gegenüber hochtrabenden Versprechungen skeptisch zu sein und sich nicht darauf einzulassen. "Wer in die Coaching-Falle getappt ist und mit Rechnungen oder Mahnungen konfrontiert ist, sollte so rasch wie möglich rechtliche Unterstützung suchen." Das EVZ hilft, indem es Verträge prüft und bei Unternehmen interveniert, zudem gibt es online kostenlos einen Musterbrief zur Anfechtung von Coaching-Verträgen.
(APA/Red)
