Die fehlerhaften Stimmzettel, die bereits gedruckt wurden, werden definitiv bei der Kärntner Landtagswahl verwendet werden.
Nach Beratung mit dem Verfassungsdienst habe die Landeswahlbehörde die bisherige Vorgangsweise bestätigt, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Zusätzliche Möglichkeiten wie Ersatzkundmachungen oder Zusatzkundmachungen seien nicht durch die Bestimmungen der Landtagswahlordnung oder die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes gedeckt.
Auf den Stimmzetteln für die Kärntner Landtagswahl hatte sich ein Fehler eingeschlichen: Das Bündnis für Kärnten (BFK) tritt offiziell als "Liste Bündnis für Kärnten, Bündnis Zukunft Österreich, Gemeinsam für Fresach, Eine Gute Option, Freistaat Kärnten, Liste Jörg" an. Auf den Stimmzetteln steht allerdings statt "Fresach" "Friesach". Laut der Landeswahlbehörde handelt es sich um einen Tippfehler.
Aufgrund
der Fristen, des Ablaufes und der Briefwahl ist es allerdings ohnehin
unmöglich, die Stimmzettel zurückzurufen und sie neu drucken zu lassen.
Die Partei, um die es sich handelt, ist nach juristischer Beurteilung
des Landes für die Wählerinnen und Wähler aber klar ersichtlich. Im Land
geht man davon aus, dass der Tippfehler nicht zu einer erfolgreichen
Anfechtung der Wahl führen würde.
Mit der Sitzung der
Landeswahlbehörde am Donnerstag wurden auch die sogenannten
Verbandswahlvorschläge (Landeslisten) abgeschlossen. Somit hätten alle
wahlwerbenden Gruppierungen, die in einem Wahlkreis kandidieren, auch
einen Verbandswahlvorschlag abgegeben, teilte die Behörde mit.