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Eisenstadt: Freispruch in Terrorprozess gegen Sohn von Hamas-Gründer

22-02-2023, 16:14

Am Mittwoch ist der Sohn eines Mitbegründers der radikalislamischen Terrororganisation Hamas in Eisenstadt freigesprochen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Aufgrund seiner eigenen Erzählungen wurden dem 42-Jährigen die Verbrechen der terroristischen Vereinigung und der kriminellen Organisation vorgeworfen. Vor dem Gericht in Eisenstadt betonte er, sich alles nur ausgedacht zu haben, um Asyl zu bekommen.

Sohn von Hamas-Gründer beteuerte vor Gericht in Eisenstadt Unschuld

Der Palästinenser hatte in Interviews und in den ersten Vernehmungen selbst angegeben, Informationen für den militärischen Flügel der Hamas gesammelt zu haben. Außerdem wollte er als Doppelagent für den israelischen Geheimdienst tätig gewesen sein. Gestimmt habe das alles nicht, beteuerte der Mann, der 2021 als Flüchtling nach Österreich eingereist war, beim Prozess. Er habe die Geschichte erfunden, weil er sich dadurch einen Asylstatus erhofft habe. Damit habe er es seinem Bruder nachmachen wollen, der als Doppelagent in die USA geflüchtet sei und Asyl bekommen habe.

Richterin sieht keine Erhebungsergebnisse für einen Schuldspruch

Es gebe eine Reihe von - teils widersprüchlichen - Aussagen des 42-Jährigen, jedoch keine gesicherten Informationen von Behörden, begründete die Richterin den Freispruch. Auch der israelische Geheimdienst habe nicht bestätigt, dass er unter Terrorverdacht stehe. Der Palästinenser bedankte sich für den Freispruch. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist deshalb noch nicht rechtskräftig.

(APA/Red)

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