Kadriye Cigir aus Wien gehört zu der großen Anzahl der türkischen Diaspora, deren Verwandte und Familienmitglieder durch das Erdbeben in der Türkei direkt betroffen sind. Ihre Angehörigen leben in Iskenderun.

Kadriye Cigir aus Wien gehört zu der großen Anzahl der türkischen Diaspora, deren Verwandte und Familienmitglieder durch das Erdbeben in der Türkei direkt betroffen sind. Ihre Angehörigen leben in Iskenderun.
„Unser Neffe und sein Cousin benötigen Hilfe. In der Nacht des Erdbebens hat Şahin seine komplette Familie und damit Heimat und Halt verloren. Sein Zuhause und seine finanzielle Lebensgrundlage sind sprichwörtlich dem Erdboden gleich. Zudem kommt das Trauma der beiden jungen Männer, die ihre Lieben innerhalb von drei Tagen mit bloßen Händen und kleinem Werkzeug bergen mussten“, schreibt Kadriye Cigir auf der .
Mehr als 5.000 Euro sammelte sie in weniger als 24 Stunden bereits und folgt damit einem neuen Trend, der sich im türkischen Erdbeben erstmalig manifestiert: Die selbstorganisierte Hilfe. Denn es sind in erster Linie Mitglieder der türkischen und syrischen Diaspora, die Spendenkampagnen und Hilfskonvois organisieren, während viele zerstörte Ortschaften auch eine Woche nach dem Erdbeben noch immer vergeblich auf staatliche Hilfe oder Unterstützung durch Hilfsorganisationen warten.
Auf GoFundMe sind so allein durch bereits mehrere Hunderttausend Euro in weniger als einer Woche zusammengekommen, täglich kommen neue Spendenkampagnen, fast ausschließlich durch die türkische Diaspora initiiert, dazu.
(Red)
