Während die Packerlflut aus der Coronazeit noch vielen in Erinnerung ist, Stagniert die Anzahl der versendeten Pakete 2022 auf hohem Niveau.
Das gilt, obwohl der Einzelhandel seit vorigem Jahr wieder durchgehend geöffnet geblieben ist. Pakete wurden 2022 nämlich trotzdem gleich viele transportiert wie im davor. Es gab eine Stagnation auf hohem Niveau, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Analyse des Marktforschungsinstituts Branchenradar.
Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) transportierten den Angaben zufolge voriges Jahr in Österreich 347,6 Millionen Einheiten. Davon entfielen 247,9 Millionen Pakete im Konsumentengeschäft (B2C/C2C) und 99,6 Millionen Pakete an gewerbliche Empfänger (B2B). Beide Geschäftsbereiche entwickelten sich seitwärts.
Dennoch kam es am
B2C-Markt zu zwei aufschlussreichen Veränderungen, schreibt
Branchenradar. Zum einen sank die Anzahl der Retourenpakete um 2,1
Prozent. Die Retourenquote ging damit auf 23,8 Prozent zurück, was aber
immer noch fast einem Viertel entspricht.
Der Rückgang sei einem
geänderten Kaufverhalten geschuldet - weg von Bekleidung und Schuhen hin
zu mehr Warengruppen mit vergleichsweise geringen Rücksendequoten wie
etwa Hausrat oder Produkte der Körperpflege. Auch sank 2022 im
Vorjahresvergleich die Zahl der Pakete aus Teillieferungen um 3 Prozent
während einhergehend das Paketvolumen von Volllieferungen um 3,5 Prozent
zunahm. Zu Teillieferungen kommt es beispielsweise, wenn der
Versandhändler von sich aus eine Bestellung teilt - etwa wenn nicht alle
georderten Artikel lagernd sind. Die lagernden Artikel werden sofort
verschickt, der Rest nachgeliefert. Ein Grund für weniger Stückelungen
könnten die voriges Jahr rasant steigenden Treibstoffpreise gewesen
sein.