"Selbstbewusst" werde sich Österreich um den Sitz der neuen EU-Geldwäschebehörde (AMLA) bewerben. Das bekräftigte der Finanz-Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) am Dienstag.
Finanz-Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) bekräftigte am Dienstag vor Beratungen der EU-Finanzminister in Brüssel, dass Österreich sich um den Sitz für die EU-Geldwäschebehörde (AMLA) bwerben werde. Er sehe für Wien "gute Chancen, dass wir erfolgreich sein werden", so Tursky.
Es gebe mehrere Bewerber, zu den Mitbewerbern zählen unter anderem Madrid und Paris. Wien sei eine der lebenswertesten Städte Europas und immer "ein guter Boden für internationale Organisationen", so Tursky. Österreich habe dies oft unter Beweis gestellt und könne sich bei diesem Thema auch glaubwürdig positionieren.
Die EU-Kommission hat im Juli 2021 ein
umfangreiches Paket zur Bekämpfung von Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung vorgelegt. AMLA soll die Verpflichteten des
Finanzsektors, die hohem Risiko von Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung ausgesetzt sind, direkt beaufsichtigen und die
nationalen Aufsichtsbehörden unterstützen. Die Behörde soll 2024
entstehen.
Die EU-Finanzminister beraten unter anderem über die
Umsetzung der EU-Sanktionen gegenüber Russland. Tursky gehe davon aus,
dass bald eine neue Runde von Sanktionen zustande komme.
Von der
jüngsten Konjunkturprognose der EU-Kommission zeigte sich der
Staatssekretär ermutigt. Die EU-Kommission habe gezeigt, dass die Lage
aktuell besser ausschaue als prognostiziert. Es sei wichtig für die
heimische Wirtschaft, positiv ins Jahr zu blicken.