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Mann von Lawine im Kleinwalsertal erfasst und getötet

4-02-2023, 12:33

Ein Mann konnte nach einem Lawinenabgang im Kleinwalsertal am Samstag nur mehr tot unter den Schneemassen geborgen werden.

Im Kleinwalsertal ist am Samstag ein Mann nach einer Suchaktion tot unter einer Lawine gefunden worden.

Nach dem Mann im Kleinwalsertal war nach Auskunft der Vorarlberger Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) seit Freitagabend gesucht worden. Der Mittfünfziger wurde am späten Vormittag im Bereich der Walmendinger Alpe tot unter Schneemassen entdeckt, offenbar war er von einer Lawine erfasst worden.

Zwei Verschüttete nach Lawinenabgang in Tirol vermutet

Gegen 10.30 Uhr meldete die Tiroler Leitstelle einen Lawinenabgang in St. Anton am Arlberg, bei dem nach ersten Informationen zwei Personen verschüttet wurden. In großen Teilen Österreich wurde am Samstag vor der Gefahr durch Lawinen gewarnt.

Seit dem Vormittag gingen laufend Meldungen zu Lawinenabgängen ein, zumeist gab es aber keine Verschütteten, hieß es bei der Tiroler Leitstelle. Die Suche in St. Anton laufe, wurde gegen 11.00 Uhr aber unterbrochen. Die Lawinenkommission müsse zur Sicherheit der Retter erst die Lage beurteilen, es handle sich um sehr lawinengefährdetes Gebiet.

Intensive Schneefälle erhöhten Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg

Intensive Schneefälle und Wind haben in Tirol und Vorarlberg die Lawinengefahr gefährlich ansteigen lassen. Fachleute der Lawinenwarndienste aus beiden Bundesländern appellierten an Wintersportler, große Vorsicht walten zu lassen. Unerfahrene sollten die Pisten derzeit nicht verlassen. In höheren Lagen herrschte am Samstag verbreitet Lawinengefahr der Stufe vier auf der fünfteiligen Skala.

Die Schneedecke sei in allen Landesteilen instabil, hieß es aus beiden Bundesländern. Verbreitet fielen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee, im Laufe des Samstags können weitere bis zu 40 Zentimeter hinzukommen. Der Neuschnee wurde vom Wind stark verfrachtet, diese Triebschneeansammlungen könnten an allen Expositionen sehr leicht ausgelöst werden, auch bereits durch einzelne Wintersportler. Die Gefahrenstellen seien selbst für Geübte derzeit kaum zu erkennen, warnten die Experten. Spontane Lawinenabgänge seien zu erwarten, es könnte auch zu Fernauslösungen kommen. An steilen Grashängen unterhalb von 2.000 Metern seien Rutsche und Gleitschneelawinen möglich.

(APA/Red)

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