Nach der NÖ-Wahl am Sonntag bleibt das niederösterreichische NEOS-Landtagsteam vorerst unverändert.
Neben Landessprecherin Indra Collini werden weiterhin Helmut Hofer-Gruber und Edith Kollermann die Pinken im Landesparlament vertreten, wurde in einer Aussendung vor einer Sitzung des Landesparteivorstandes am Donnerstag mitgeteilt. Zur Mitte der Legislaturperiode soll Jugendkandidat Christoph Müller - er stand auf Landeslisten-Platz drei - das Mandat von Hofer-Gruber erhalten.
Müller habe die Entscheidung getroffen, den Abgeordnetensitz erst zur Mitte der Legislaturperiode anzunehmen, hieß es in der Aussendung. "Ich freue mich über den großen Zuspruch der Landesmitglieder. Allerdings möchte ich kein Berufspolitiker ohne Berufserfahrung sein, weshalb ich zunächst Erfahrungen außerhalb der Politik sammeln und später in den Landtag einziehen werde", sagte der Gemeinderat aus Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling). Der 24-Jährige soll zur Halbzeit Hofer-Gruber (63) ersetzen, der nach Parteiangaben in Pension gehen wird.
Kollermann,
die auf Platz vier der Landesliste kandidierte, zollte der Entscheidung
von Müller "großen Respekt". Die 58-Jährige bleibt Sprecherin für
Gesundheit, Verkehr und Umwelt. Ihr Versprechen an Müller sei, dass sie
sich verstärkt für die Jungen einsetzen werde. Das betreffe den Ausbau
der Öffis genauso wie ein Klimaschutzgesetz für Niederösterreich.
Indes gehen die NEOS mit Zuversicht in den nächsten Gesprächstermin mit der ÖVP nach
den Semesterferien. Das erste Treffen am Mittwochabend ist laut
Landessprecherin Collini konstruktiv verlaufen. "Der Wahlkampf ist
vorbei. Jetzt geht es um die Zukunft des Landes und die Frage, wie wir
Niederösterreich in den nächsten fünf Jahren weiterentwickeln und
gestalten. Dazu haben wir Positionen und Ideen ausgetauscht und die
ersten inhaltlichen Flanken abgesteckt", sagte Collini.
Die NEOS sind beim ersten Antreten 2018 in den Landtag eingezogen. Bei der am Sonntag haben die Pinken um 1,52 Prozentpunkte auf 6,67 Prozent zugelegt. Mit den erreichten drei Mandaten wurde die Klubstärke um einen Sitz verpasst.