Am Montag verübte ein 23-jähriger Wiener kurz nacheinander zwei bewaffnete Raubüberfälle auf Geschäfte in der Gemeinde Aspang Markt. Seine Flucht endete nach kurzer Verfolung durch eine Kollision mit einem Polizeiauto.
Ein am Montagabend im Bezirk Neunkirchen festgenommener 23-jähriger Wiener ist nach Polizeiangaben zu ihm angelasteten Überfällen geständig. Er hatte in Aspang Markt zwei Geschäfte beraubt. Eine Trafik betreffend war es beim Versuch geblieben. Bei einem Anhalteversuch war es auch zu einer Schussabgabe durch die Polizei gekommen. Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.
Der Wiener war laut Landespolizeidirektion Niederösterreich mit FFP2-Maske und Schirmkappe getarnt sowie mit einem Gewehr bewaffnet, als er zunächst eine Trafik in Aspang Markt überfallen wollte, die jedoch bereits geschlossen war. Auf Gesten des Mannes reagierte die Inhaberin nicht. Daraufhin suchte der Beschuldigte binnen fünf Minuten zwei Geschäfte in der Gemeinde heim, in denen er jeweils eine Verkäuferin mit seiner Waffe bedrohte, Geld forderte und auch erhielt.
Danach flüchtete der Täter mit einem Auto in Richtung Grimmenstein. Eine Alarmfahndung war laut Polizei schon vor dem zweiten Überfall angelaufen. Zudem gab es einen Hinweis auf das Fahrzeug des Gesuchten.
Bei
der versuchten Anhaltung des Wagens in Königsberg wurde ein Beamter der
SIG (Schnelle Interventionsgruppe) am Fuß verletzt. Der Täter setzte
seine Flucht fort und ließ sich zunächst auch durch eine Schussabgabe
durch die Polizei nicht stoppen. Festgenommen wurde er letztlich nach
einer Kollision mit einem Dienstkraftwagen an einer Straßensperre in
Grimmenstein. Die gesamte Beute, die Tatwaffe sowie Maskierung und
Kleidung wurden sichergestellt.
Seitens des Landeskriminalamtes
Niederösterreich werden weitere Erhebungen zu möglichen ähnlich
gelagerten Straftaten geführt. Ebenfalls noch ermittelt wird laut
Polizei bezüglich des Schusswaffengebrauchs. Die Opfer der Überfälle
wurden nicht verletzt, erlitten wegen der Bedrohung mit der Waffe jedoch
Schocks. Im Zuge der Amtshandlung wurden drei Polizisten verletzt und
ein Dienstkraftfahrzeug beschädigt.