Im Jahr 2022 wurden in Österreich 109.000 Asylanträge in Österreich abgegeben. Konkret waren es 108.781 Anträge.
2021 waren es bloß gut 39.900 Ansuchen. Hinter Afghanistan (24.241) liegt in der vom Innenministerium unmittelbar nach der in Teilbereichen veröffentlichten Statistik Indien auf dem zweiten Platz (19.504) der Herkunftsländer, hinter Syrien (19.150) folgen Tunesien (12.667), Marokko (8.471), Pakistan (7.643) und die Türkei (5.132).
Mit Ausnahme Afghanistans und Syriens haben Asylwerber aus diesen Ländern kaum Chancen auf einen Schutzstatus. Das Innenministerium betont, dass die Zahl der Asylsuchenden mit Ende der Visa-Freiheit für Tunesien und Indien aus diesen Staaten gegen null zurückgegangen ist.
Insgesamt
gab es im Jahr 2022 78.796 rechtskräftig negative Asylentscheidungen.
Außerdem haben sich mehr als 41.000 Personen ihrem Verfahren entzogen
und Österreich selbstständig wieder verlassen. Das heißt, sie haben zwar
formal nach ihrem Aufgriff einen Antrag gestellt, sind aber (illegal)
in ihre eigentlichen Zielländer weitergezogen. Das erklärt auch, warum
in der Grundversogung der starke Anstieg an Asyl-Anträgen nicht ablesbar
ist.
Wie das Innenministerium betont, haben diverse gesetzte
Maßnahmen wie stärkere Kontrollen bereits Wirkung gezeigt. Im Jänner gab
es demnach weniger Anträge als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Zahlen
dazu gab es in der Aussendung nicht.
Die Anerkennungsquote
beträgt aktuell laut Ministerium nur noch 15,6 Prozent. Zudem werden die
Verfahren rascher geführt: Sie dauerten im Vorjahr nur 3,5 Monate.