Am Donnerstag ist ein im Bezirk Lilienfeld tätiger Polizist von einem Gericht in St. Pölten zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der Mann soll reihenweise Organmandate ausgestellt, das einkassierte Geld, aber nicht abgeführt haben.

Am Donnerstag ist ein im Bezirk Lilienfeld tätiger Polizist von einem Gericht in St. Pölten zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der Mann soll reihenweise Organmandate ausgestellt, das einkassierte Geld, aber nicht abgeführt haben.
Gerichtsangaben zufolge ist der Schuldspruch wegen Missbrauchs der Amtsgewalt und Diebstahls bereits rechtskräftig. Als Weisung sei die Fortsetzung einer Psychotherapie im Zusammenhang mit einer bestehenden Spielsucht angeordnet worden.
Der 1995 geborene Polizist soll Blöcke für Organmandate von Kollegen an sich genommen haben. Mit den Papieren sollen dann im Verkehrsdienst Strafzettel ausgestellt worden sein. Das auf diese Art eingehobene Geld wurde nicht ordnungsgemäß abgeführt, so der Vorwurf. Derart vorgegangen wurde nach Ansicht der Staatsanwaltschaft bei mehr als 130 Organmandaten.
Angelastet wurde dem Beschuldigten auch der Diebstahl von Bargeld aus der Gemeinschaftskassa der Polizeiinspektion. In dieser Hinsicht erfolgte ebenfalls eine Verurteilung.
Für den Niederösterreicher gab es nach dem Auftauchen der Vorwürfe Konsequenzen. Der Mann wurde nach Angaben des Bezirkspolizeikommandos Lilienfeld suspendiert.
(APA/Red)
