Egal ob Vögel oder Igel, Wildtiere haben es vor allem durch den Rückgang ihres natürlichen Lebensraumes schwer im Winter Nahrung zu finden. Mit kleinen Tricks kann man ihnen helfen, durch den Winter zu kommen.
"Haben Sie einen Garten? Und gibt es dort jetzt ein natürliches Futterangebot für Vögel? Oder haben Sie die Heckenrosen im Herbst zurückgeschnitten und zusammen mit den Sonnenblumen und anderem Grünschnitt entsorgt?", fragt die Chefin des Tierschutzhofs Pfotenhilfe, die sowohl dort als auch privat alles für die Tiere stehen lässt. Hagebutten sind eine der wichtigsten natürlichen Futterquellen, aber auch zahlreiche Samen von Bäumen und Sträuchern werden gerne angenommen. Und wer nicht alle Sonnenblumen erntet, sondern einfach bis zum Frühjahr stehen lässt, kann am emsigen Treiben erkennen, wie wichtig diese nährstoffreiche Nahrungsquelle ist.
Zusätzlich sind die
Stiele und Blütenstände Winterquartiere für Insekten, die ohnehin in großer
Bedrängnis sind und auch als Nahrung für einige Singvogelarten
dienen. Aber keine Sorge: wer alles fein säuberlich getrimmt hat, kann den
Tieren trotzdem helfen: mit Futterhäuschen, -knödeln und -stangerl. Besonders
durch die heute vielerorts versiegelten oder artenarmen, aufgeräumten
Ziergärten und bei der derzeitigen Schneedecke, sind die Vögel auf Zufütterung
angewiesen. Aber auch andere Tiere wie Eichhörnchen tun sich derzeit schwer,
ihre vergrabenen Vorräte unter dem Schnee zu finden. Seit der extremen
Wärmeperiode zum Jahreswechsel wurden auch wieder einige hungrige Igelbabys
gefunden und zum Tierschutzhof Pfotenhilfe gebracht. Stadler: "Ein Igel,
der jetzt gesichtet wird, braucht auf jeden Fall unsere Hilfe - egal ob groß
oder klein, ob Tag oder Nacht!"