Von der Airports Group Europe wurde mitgeteilt, dass der Erwerb von 9,99 Prozent der Aktien der Flughafen Wien AG zu einem Preis von 34,00 Euro je Aktie genehmigt wurden.
Das österreichische Wirtschaftsministerium und das National Foreign Direct Investment Screening Office genehmigten den Erwerb der Aktien. Die Airports Group hält bereits 40 Prozent an dem Flughafen, weitere Großaktionäre sind Wien und Niederösterreich.
Flughafen Wien: Airports Group schlägt keine Änderung der Satzung vor
Gemäß den Auflagen des Wirtschaftsministeriums dürfe die Airports Group Europe nicht mehr als zwei Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG und keine Änderungen der Satzung der Flughafen Wien AG vorschlagen. Weiters würden Berichtspflichten gegenüber dem Ministerium bestehen, insbesondere betreffend die Einhaltung der Auflagen, teilte die Airports Group mit. Sie ist eine indirekte Tochtergesellschaft des IFM Global Infrastructure Fund.
"Mit
diesen erteilten Genehmigungen sind die aufschiebenden Bedingungen unter
dem Angebot erfüllt und das Angebot ist unbedingt verbindlich geworden.
Aktionäre können nun das Angebot in der unten beschriebenen
verlängerten Annahmefrist von zehn Börsentagen annehmen", so die
Airports Group. "Als bestehender Aktionär des Flughafen Wien
seit über acht Jahren und als langfristiger Investor im Auftrag von
Pensionsfonds und institutionellen Anlegern sehen wir Österreich
weiterhin als attraktiven Investitionsstandort", wird Werner Kerschl,
IFM Investors Executive Director Infrastructure, zitiert.
Erwerb von 9,99 % der Aktien am Flughafen Wien freigegeben
Airports
Group Europe ist eine in Luxemburg ansässige Gesellschaft. Zu den
Anlegern von IFM GIF gehören eine Vielzahl von Pensionsfonds und
institutionellen Anlegern in Großbritannien, Europa, Australien, den
USA, Kanada und Asien.
Der australische IFM Global Infrastructure
Fund (IFM GIF) war Ende 2014 über seine Tochter IFM Airports Group
Europe beim Flughafen Wien
mit zunächst 29,9 Prozent der Aktien eingestiegen und hatte im April
2016 auf 38,16 Prozent aufgestockt und ging danach bis zur Grenze von
knapp unter 40 Prozent, ab der ein Pflichtangebot für alle Anteile nötig
ist.
Die Flughafen Wien wurde im Jahr 1992 privatisiert, jeweils 20 Prozent halten das Land Niederösterreich und die Stadt Wien. Jeweils zehn Prozent entfallen auf die Mitarbeiter-Beteiligungsstiftung und den Streubesitz, 40 Prozent hält die Airports Group Europe.