Niederösterreicher, die am 29. Jänner beim Landtag mitentscheiden wollen, aber kein Wahllokal aufsuchen können, müssen demnächst eine Wahlkarte beantragen.
Bis Mittwoch ist das Beantragen der Wahlkarte für die l noch schriftlich möglich, persönlich am Gemeindeamt bis Freitag 12 Uhr. Bei der Gemeindewahlbehörde einlangen müssen die Briefwahlstimmen - auch jene der Auslandsniederösterreicher - spätestens Sonntag um 6.30 Uhr. Denn in Niederösterreich wird die Briefwahl gleich am Wahltag mitgezählt.
Reicht die Zeit nicht mehr, um die Briefwahlstimme per Post an die Wahlbehörde zu schicken, kann man sie selbst (das auch gleich beim Abholen) oder über einen "Boten" bei der Gemeindewahlbehörde abgeben. Auch am Sonntag nach 6.30 Uhr kann man die Wahlkarte noch abgeben lassen, das aber nur mehr im "eigenen" Wahllokal. Hat man eine Wahlkarte beantragt, kann man die Stimme nur mehr damit abgeben.
Beantragen
kann man die Wahlkarte mündlich oder schriftlich (per Brief, Fax,
E-Mail) sowie online über die Internetmaske der Gemeinde bzw. eine
Plattform wie http://www.wahlkartenantrag.at . Schriftlich mit
Post-Zusendung ist das bis Mittwoch möglich - und schriftlich mit
persönlicher Übergabe (auch an eine bevollmächtigte Person) bis Freitag.
Persönlich abholen kann man die Wahlkarte am Gemeindeamt (dort, wo man
in der Wählerevidenz steht) ebenfalls bis Freitag 12.00 Uhr.
Die
seit 2007 in Österreich erlaubte Briefwahl ist mittlerweile - nicht
zuletzt in Folge der Corona-Pandemie - sehr beliebt. Auch
Niederösterreich rechnet heuer mit einer weiteren Zunahme. 2018 kamen
108.632 Stimmen per Briefwahl, das waren fast zwölf Prozent der
abgegebenen Stimmen. Einen guten Teil davon lieferten damals auch noch
Zweitwohnsitzer. Sie sind heuer erstmals nicht mehr stimmberechtigt,
dennoch wurden schon mehr Wahlkarten beantragt als 2018.
Aber selbst mit einem neuen Briefwahlrekord wird schon am Wahlsonntag - zwischen 20.00 und 21.00 Uhr - feststehen, wie sich der Landtag künftig zusammensetzt. Denn in Niederösterreich wird die Briefwahl gleich am Sonntag ausgewertet. Ein paar (2018 waren es nur 760) Stimmen werden allerdings noch fehlen - nämlich die Stimmen, die am Sonntag per Wahlkarte in einem "fremden" Wahlkreis abgegeben wurden. Denn auch diese Möglichkeit steht Niederösterreichern, die am Sonntag z.B. einen Ausflug machen, noch offen. Ausgezählt werden können diese Stimmen erst am Dienstag, weil sie in den Wahlkreis gebracht werden müssen, in dem der Wahlberechtigte eingetragen ist.