Sechs Schwerverletzte aus der Ukraine - darunter drei Kinder - werden in Österreich behandelt.
Die Verletzten, die bei dem Hubschrauberabsturz bei einem Kindergarten nahe Kiew am Mittwoch schwere Verbrennungen erlitten, sollen nach Österreich gebracht und in Krankenhäusern in Wien, Linz und Graz versorgt werden, bestätigte das Bundeskanzleramt am Freitagabend. Zuvor hatte die "Kleine Zeitung" (Samstag-Ausgabe) darüber berichtet.
Die am Donnerstag mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium vereinbarte Evakuierung begann am Freitag. Die drei Mädchen im Alter zwischen fünf und sieben Jahren sowie zwei Mütter und ein Vater werden in den kommenden Tagen nach Österreich überstellt. Alle Verletzten sind laut Bundeskanzleramt bei Bewusstsein, müssen aber mit Sauerstoff beatmet werden. Organisiert wurde die Evakuierung der Schwerverletzten über die im Innenministerium angesiedelte Stabstelle Ukraine-Flüchtlingskoordination.
Bundeskanzler
Karl Nehammer (ÖVP) dankte in einer Stellungnahme den Spitälern in
Österreich, "die so rasch bereit waren, die Opfer zu übernehmen und zu
behandeln". Seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges treffe die
Zivilbevölkerung in der Ukraine viel Leid und Elend. "Ich bin froh, wenn
wir gerade dort helfen können, wo es unschuldige Kinder, Mütter und
Väter in so besonders schrecklichem Ausmaß trifft", so Nehammer der sich
"als Familienvater" besonders betroffen über die "schrecklichen Bilder
des zerstörten Kindergartens" zeigte.
Die Ursache des
Hubschrauberabsturzes, bei dem am Mittwoch 14 Menschen - darunter der
ukrainische Innenminister Denys Monastyrskyj ums Leben kamen - ist nach
wie vor unklar. Der Helikopter war bei einem Kindergarten, wo Kinder
gerade von ihren Eltern in den Kindergarten gebracht wurden, abgestürzt.