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Vorfälle in Pflegeheim in Tulln: Prozessbeginn nächste Woche

17-01-2023, 15:00

Nächste Woche starte am Landesgericht St.Pölten ein mehrtägiger Prozess gegen vier Beschuldigte um Vorfälle in einem Pflegeheim in Sitzenberg-Reidling (Bezirk Tulln).

Drei Frauen und ein Mann müssen sich ab 25. Jänner wegen Quälens oder Vernachlässigens wehrloser Personen, fortgesetzter Gewaltausübung und sexuellen Missbrauchs von wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Personen verantworten. Tatzeitraum war laut Anklage März 2020 bis März 2021. Es soll 20 Opfer geben.

Prozessbeginn zu Vorfällen in Pflegeheim in Tulln

Die Angeklagten waren laut Gerichtsangaben als Pfleger in Tulln von schwer demenzkranken Bewohnern eines Sozialzentrums tätig. Dem Quartett wird Quälen oder Vernachlässigen wehrloser Personen in mehreren Fällen und sexueller Missbrauch einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person in zwei Fällen vorgeworfen. Der Anklagepunkt der fortgesetzten Gewaltausübung betrifft Gerichtsangaben zufolge die mutmaßliche Verabreichung von sedierenden Medikamenten ohne medizinische Indikation in einer Vielzahl von Fällen sowie mutmaßliche körperliche Misshandlung. Im Fall einer Verurteilung beträgt der Strafrahmen ein bis zehn Jahre Haft.

Vorfälle in Tulln: Drei Frauen und ein Mann angeklagt

Angeklagt sind drei Frauen (Jahrgang 1977 bis 1989) und ein 1986 geborener Mann. Der Verdacht war Ende März 2021 öffentlich bekanntgeworden. Die Beschuldigten sind nicht mehr für den Heimbetreiber Senecura tätig.

Die Schöffenverhandlung wird am 26. Jänner fortgesetzt. Weitere Termine sind für Februar und März geplant. Filmen und Fotografieren ist nach Angaben des Landesgerichts im Verhandlungssaal verboten.

(APA/Red)

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