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Kultur.Sommer.Semmering: Betrugsanklage gegen Intendant Florian Krumpöck

12-01-2023, 13:40

Kultur.Sommer.Semmering-Intendant, Florian Krumpöck, ist mit einer Anklage wegen Betrugs konfrontiert.

Wie Gerichtssprecherin Christina Salzborn am Donnerstag einen Bericht eines Onlineportals bestätigte, müssen sich der Pianist und eine Mitangeklagte am 23. Februar am Straflandesgericht Wien verantworten. Der Vorwurf laute, dass bei der Förderstelle des Landes NÖ vorgelegte Rechnungen nicht den Tatsachen entsprochen hätten. Krumpöck selbst bestreitet dies.

Betrugsanklage gegen Intendant Florian Krumpöck

Die Anklage umfasst die Tatbestände Betrug, schweren Betrug sowie gewerbsmäßigen Betrug, bestätigte Salzborn auf APA-Anfrage einen Bericht des Onlineportals "Fass ohne Boden". Geplant sei ein Verhandlungstag.

Anklage dreht sich um Erlangung von Infrastrukturförderung

Dem Onlineportal zufolge dreht sich die Anklage im Kern um die Erlangung von Infrastrukturförderungen des Landes Niederösterreich durch Krumpöck und eine Geschäftspartnerin in den Jahren 2019 bis 2021. Es gehe in Summe um mindestens 65.000 Euro, hieß es in dem Bericht. Der Förderstelle des Landes sollen zu hohe Rechnungen vorgelegt worden sein, so der Vorwurf laut Gerichtssprecherin Salzborn.

Krumpöck: "Vorwürfe sind inhaltlich falsch und konstruiert"

"Die gegen uns gerichteten Vorwürfe sind inhaltlich falsch und offensichtlich konstruiert - das werden wir auch vor Gericht klären können", teilte Krumpöck der APA in einem schriftlichen Statement mit. Er vermutete auch einen "zeitlichen Zusammenhang mit dem aktuellen Niederösterreich-Wahlkampf".

Statement der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich

Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich, wollte sich zur Causa selbst mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Ein Ergebnis sei abzuwarten. Die Höhe der vom Land in den Jahren 2019 bis 2021 im Zusammenhang mit dem Kultur.Sommer.Semmering ausbezahlten Infrastrukturförderung bezifferte er mit insgesamt 65.000 Euro.

Gedacht sei diese Art der Förderung generell "für einmalige Investitionen" etwa in den Bereichen "Technik, Bühne und Ticketing-System", sagte Dikowitsch zur APA. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe sei im Vorjahr eine interne Prüfung durchgeführt worden. Diese habe keine Ungereimtheiten ergeben, wie auch der "Kurier" online berichtete. Für 2022 seien die Fördergelder für den Kultur.Sommer.Semmering vorerst zurückbehalten worden.

(APA/Red)

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