Die NEOS werden sich am 29. Jänner zum zweiten Mal einer Landtagswahl in Niederösterreich stellen. Die Pinken wünschen sich mehr Mitsprache.
Spitzenkandidatin Indra Collini und Co. hegen bei der den Wunsch nach mehr Mitsprache. Derzeit haben die Pinken drei Abgeordnetensitze inne, ein Mandatsgewinn würde die Klubstärke und das Antragsrecht im Landtag bringen. Punkten kann die Partei generell in den Städten, im nicht-urbanen Umfeld hat man aber noch nicht so richtig Fuß gefasst.
Klares Zugpferd der NEOS im Wahlkampf ist Landessprecherin Collini, deren Konterfei auch auf beinahe allen Plakaten prominent platziert wurde. Die in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) wohnende 52-Jährige sieht die Pinken seit jeher stark als Kontrollpartei. Im Landtag konnte die gebürtige Vorarlbergerin mangels Klubstatus und Antragsrecht allerdings wohl weniger bewegen, als ihr selbst lieb war. Beim erstmaligen Antreten im Jänner 2018 in Niederösterreich eroberten die NEOS 5,15 Prozent der Stimmen. Geht es nach aktuellen Umfragen, können sie sich auf ein Plus einstellen. Die jüngste Erhebung im Auftrag der "NÖN" ("Niederösterreichische Nachrichten") prognostizierte den Pinken sieben Prozent.
Hinter Collini, die bereits 2018 Spitzenkandidatin war, geht bei der kommenden Landtagswahl der Badener LAbg. Helmut Hofer-Gruber ins Rennen. Auf Listenplatz drei folgt der Perchtoldsdorfer Gemeinderat Christoph Müller, der die bisherige Mandatarin Edith Kollermann auf Rang vier verwies.
Auf der Jagd nach Stimmen können sich die
NEOS auf eine fast schon traditionell solide Performance in den
größeren Städten verlassen. Dort wurden in den vergangenen Jahren
Strukturen aufgebaut, Funktionäre sind vorhanden. Schwerer tun sich die Pinken in den ländlichen Regionen des Flächenbundeslandes. Ein Beispiel dafür lieferten die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich im Jahr 2020, als die NEOS - als bereits damals im Landtag vertretene Partei - nur in 37 von 567 möglichen Kommunen antraten.