Montagfrüh attackierte ein 41-Jähriger seine Lebensgefährtin in einer Wohnung in Linz mit dem Messer. Als ihn die Polizei in Leonding (Bezirk Linz-Land) fassen wollte kam es zu Schussabgaben. Polizisten wurden verletzt.
Bei der Festnahme des 41-Jährigen sei zu Schussabgaben gekommen und Polizisten seien verletzt worden, hieß es von der Landespolizeidirektion Oberösterreich. Die Frau hatte um 6.45 Uhr selbst die Polizei gerufen und wurde mit Verletzungen im Bauchraum ins Spital gebracht.
Der Iraker war nach
der Attacke auf seine Freundin zu deren Arbeitsstätte gefahren und
hatte dort seinen vermeintlichen Nebenbuhler mit dem Messer angegriffen
und verletzt. Dann setzte er seine Flucht fort. Dabei habe er bei einem
Anhalteversuch stadtauswärts Richtung Leonding einen Verkehrsunfall
verursacht. Ein Augenzeuge berichtete von einem Großaufgebot schwer
bewaffneter Polizisten und einem komplett demolierten Pkw. Nach einem
weiteren Unfall ein Stück weiter stadtauswärts sei er laut anderen
Zeugen aus dem Auto gestiegen und habe versucht den Lenker eines
Kastenwagens aus dem Fahrzeug zu ziehen. Dann sei die Festnahme erfolgt.
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"Wir
gehen von einer absichtlichen schweren Körperverletzung aus, es dürfte
sich um eine Beziehungstat handeln", hieß es vonseiten der oö. Polizei.
Die Tat deute auch in Richtung Amoklauf. Woher der Mann die Waffe hatte,
war vorerst noch Gegenstand von Ermittlungen. Offensichtlich war ein
elfjähriges Mädchen, wahrscheinlich die Tochter der 42-jährigen Rumänin,
während der Attacke in der Wohnung. Ob das Paar öfter Streitigkeiten
hatte, konnte die Exekutive vorerst nicht sagen.