Wenn man den Umfragen galubt, winkt Indra Collini nach der NÖ-Wahl am 29. Jänner die Funktion als Klubobfrau.
Acht Prozent sind den NEOS zuletzt prognostiziert worden, was für vier Mandate und damit den Klubstatus reichen würde. Drei Sitze sind es beim erstmaligen Antreten vor fünf Jahren gewesen. Collini führte die pinke Landesgruppe schon damals an. "Für frischen Wind sorgen und Kontrolle ausüben" zu wollen, hatten ihre Ansagen gelautet.
Die gebürtige Vorarlbergerin (52) ist seit November 2016 Landessprecherin der NEOS in Niederösterreich. Sie lebt in einer Partnerschaft, hat eine Tochter und einen Sohn und ist seit mittlerweile 17 Jahren in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) wohnhaft. Die Pinken sind für Collini "eine moderne Alternative zu alteingesessenen Parteien".
Schon im Vorfeld des
eigentlichen Wahlkampfs, in dessen Mittelpunkt die NEOS "saubere
Politik" stellen wollen, sind Imagekampagnen für die Spitzenkandidatin
gelaufen: "Vertrauen ist gut. Kontrolle ist Indra", "In der Indra liegt
die Kraft" und "Wo ein Wille, da eine Indra", lauteten die Slogans. Am
29. Jänner gehe es darum, "mit dem korrupten System zu brechen und
Niederösterreich zukunftsfit zu machen", betonte Collini bei der
Präsentation der ersten Plakatwelle.
Matthias Strolz ist das
politisches Vorbild der Landessprecherin. "Ich bewundere ihn für seinen
Mut und seine Visionen für ein zukunftsfittes Land", sagt Collini über
den NEOS-Gründer. Als Mutter verspüre sie die Verantwortung, ihren
Kindern einen guten Ort zu leben zu hinterlassen. Als Bürgerin wolle sie
"nicht tatenlos zuschauen, wie eine gewissenlose Politik alles gegen
die Wand fährt", begründet sie ihr politisches Engagement.
Indra Collini wurde am 6. Dezember 1970 geboren. Sie studierte Betriebswirtschaft in Innsbruck und ist seit inzwischen mehr als 25 Jahren in Niederösterreich beruflich tätig. Vor dem Einstieg in die Politik war sie viele Jahre in leitender Funktion in der Markenartikelbranche beschäftigt. Auch ein eigenes Unternehmen hat Collini nach Parteiangaben aufgebaut.