Am Freitag wurde nach Schüssen in der Flugfeldkaserne in Wiener Neustadt ein Wachsoldat getötet und dessen Vorgesetzter verletzt.
Bei einem Schusswechsel kurz vor 7.00 Uhr wurde der Vorgesetzte des Mannes in Wiener Neustadt verletzt, ob durch den Schusswaffengebrauch stand noch nicht fest. Zuvor soll es einen Streit zwischen dem Wachsoldaten und seinem Vorgesetzten gegeben haben, der Soldat habe mehrere Schüsse im Wachlokal abgefeuert, so Bauer zur APA. Das Landeskriminalamt ermittelt.
Die Erhebungen werden von der
Mord- und Tatortgruppe des Landeskriminalamtes geführt. "Wir stehen am
Anfang der Ermittlungen", sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager zur
APA. Neben der Spurensicherung waren u.a. Befragungen geplant. Erich
Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, verwies auf Anfrage auf die noch laufende Tatortarbeit sowie Erhebungen.
Die
Schüsse fielen nach Angaben des Bundesheersprechers gegen 6.55 Uhr. Der
Wachsoldat habe zuerst das Feuer eröffnet. Er wurde laut Bauer von dem
diensthöheren Militär erschossen. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus
gebracht, teilte Bauer mit. Der Grad der Blessuren war vorerst nicht
bekannt, ebenso gab es zunächst keine Informationen über den Auslöser
für die Auseinandersetzung.
Tödliche Schüsse in Bundesheerkaserne
©APA
Vor der Kaserne in Wiener
Neustadt waren am Freitagvormittag mehrere Fahrzeuge von Polizei und
Militärpolizei zu sehen. Die Spurensicherung war gerade im Gange.
Die Flugfeldkaserne in Wiener Neustadt war im November 2019 Schauplatz einer tödlichen Hundeattacke gewesen. Ein Soldat war von Belgischen Schäferhunden angefallen und getötet worden. Der 31-Jährige wurde leblos in einer Zwingeranlage aufgefunden. Der Mann war unter anderem für Auslauf und Fütterung mehrerer Tiere zuständig gewesen. Ein Ermittlungsverfahren gegen den zuständigen Hundeführer und gegen nicht konkret ausgeforschte Verantwortliche des Bundesheers wurde Ende 2020 eingestellt.