Zu deutlich mehr Anfragen bei der Verbraucherschlichtung Austria haben die gestiegenen Energiekosten im Jahr 2022 geführt.
Im Vorjahr hätten sich Konsumentinnen und Konsumenten in 1.400 Fällen an die staatlich anerkannte Schlichtungsstelle gewendet, nach 1.243 Fällen im Jahr 2021. Laut Aussendung haben höhere Vorschreibungen der Fernwärmeversorger maßgeblich zu dem Zuwachs an Anfragen beigetragen.
Zudem sei es in vielen Fällen um die Kündigung von Fitnesscenter- oder Versicherungsverträgen gegangen, die im Zuge der Inflation teurer wurden. Wie in den Vorjahren standen dann viele Fälle im Zusammenhang mit Gewährleistung und Garantie nach Warenkäufen, der Ablehnung von Versicherungsleistungen sowie Problemen bei Urlaubsreisen.
Der
Verbraucherschlichtung Austria zufolge wurde in zwei von drei Fällen
eine Einigung zwischen Unternehmen und Verbraucher erzielt. In rund 80
Prozent der Fälle habe sich das betroffene Unternehmen an dem
freiwilligen Schlichtungsverfahren beteiligt. Seit 2016 - dem Jahr in
dem die Schlichtungsstelle gegründet wurde - hat sich die Fallzahl
verdreifacht.
Insgesamt gibt es in Österreich acht staatlich
anerkannte Schlichtungsstellen. Die meisten davon betreffen ein
Spezialgebiet (z.B. Strom- und Gaslieferungen oder den Telekombereich).
Für die davon nicht abgedeckten Fälle ist die Verbraucherschlichtung
Austria zuständig.