Im kommenden Jahr steigen die Strom- und Gaspreise auch für die Bestandskunden. In mehreren Bundesländern sind Preiserhöhungen angekündigt worden.
2023 wirken sich die hohen Strom- und Gaspreise endgültig auch auf bestehende Verträge von Bestandskunden aus. Sie mussten bis jetzt teilweise noch Tarife mit Arbeitspreisen unter 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen, während der Preis bei Neukunden zwischen 30 und 40 Cent lag.
Bei der Salzburg AG steigen die Strom- und Gaspreise per 1. Jänner 2023, bei der Energie AG in Oberösterreich per 2. Jänner. Auch bei der Burgenland Energie ist eine Preiserhöhung für Anfang des Jahres geplant. Auch beim Verbund, wo viele Bestandskunden weiterhin Stromtarife deutlich unterhalb des aktuellen Marktniveaus haben, sind Preiserhöhung im Lauf des Jahres 2023 nicht ausgeschlossen. Vorerst keine weiteren Preiserhöhung sind in Wien und Niederösterreich zu erwarten, da die beiden Landesenergieversorger Wien Energie und EVN ihre Preiserhöhungen für Bestandskunden schon 2022 vorgezogen hatten.
Kompensiert werden die hohen Strompreise bis Juni 2024 zum Teil durch die Strompreisbremse der Bundesregierung. Der Staat stützt den Energiepreis mit bis zu 30 Cent pro kWh, bis zu einem Jahresverbrauch von 2.900 Kilowattstunden. Die Haushalte werden so im Schnitt mit 500 Euro jährlich entlastet.