Der Dezember verlief laut ZAMG-Bilanz insgesamt recht mild und trocken. Vor allem zu den Weihnachtsfeiertagen lag der Monat deutlich über den typischen Temperaturwerten.
Auch wenn es in der Monatsmitte relativ kalt war, zeigte sich der Dezember im Gesamten recht mild und trocken. Vor allem zum Monatsende wurde die Temperatur sogar zweistellig, resümierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Freitag.
Zu den Weihnachtsfeiertagen gab es etwa 16 Grad in Puchberg am Schneeberg (Niederösterreich), St. Radegund (Steiermark) und Micheldorf (Oberösterreich). Für den 31. Dezember sind sogar Höchstwerte um 18 Grad zu erwarten.
"Der Dezember 2022 lag im Tiefland Österreichs um 1,0 Grad über dem Mittel der Klimaperiode 1991 bis 2020, auf den Bergen um 1,2 Grad", sagte Hans Ressl von der ZAMG. "Das ergibt im Tiefland Österreichs Platz 41 in der Reihe der wärmsten Dezember der 256-jährigen Messgeschichte und auf den Bergen Platz 25 in der 172-jährigen Gebirgsmessreihe." Im Vergleich zur Klimaperiode 1961 bis 1990, die von der Klimaerwärmung noch nicht so stark betroffen war, lag der Dezember 2022 im Tiefland und auf den Bergen um 2,1 Grad über dem Mittel.
Im Detail begann der Dezember im ganzen Land mit Temperaturen nahe dem klimatologischen Mittel, doch bereits zur Mitte des Monats hin, im Westen und Norden ab dem 11., im Osten und Süden ab dem 12., begannen die Temperaturen zu fallen und die folgenden Tage verliefen kälter als im Mittel. Ab dem 19. Dezember wurde es in den alpinen Lagen wieder wärmer, ab dem 22. im Großteil Österreichs und das Temperaturniveau lag deutlich über typischen Dezemberwerten. So gab es am 26. Dezember Temperaturmaxima von über 16 Grad Celsius in Puchberg am Schneeberg in Niederösterreich, Micheldorf in Oberösterreich und Sankt Radegund in der Steiermark. Das höchste Maximum der Lufttemperatur in einem Dezember wurde mit 22,2 Grad am 16. Dezember 1989 an der Station Laz bei Bludenz in Vorarlberg gemessen.
Im Großteil von Österreich war der
Dezember 2022 relativ trocken. Die Niederschlagsmenge liegt in der
österreichweiten Auswertung um 17 Prozent unter dem Mittel und damit im
Bereich der typischen Schwankungsbreite. Nur vereinzelt gab es leicht
überdurchschnittliche Niederschlagsmengen, wie in den nördlichen
Regionen von Oberösterreich und Niederösterreich sowie in Teilen
Kärntens. Die Neuschneemenge lag im Dezember 2022 um ungefähr 30 bis 60
Prozent unter dem vieljährigen Mittel.