Zum Jahreswechsel 2022/23 wird erneut ein Datenrekord erwartet. 43 Millionen Gigabyte sollen via Mobilfunknetze in nur 24 Stunden genutzt werden.
Österreichs Mobilfunknetze bestehen seit Jahren den härtesten Netztest seit Erfindung von Smartphones: Zu Silvester werden so viele Daten in Form von Videos wie sonst nie im Jahr mobil übertragen.Während in den letzten beiden Jahren viele Menschen Freunde und Familie in Online-Chats zur virtuellen Silvesterparty trafen, steht ein Jahreswechsel ohne Beschränkungen vor der Tür.
Zu Silvester wird wieder ein Datenrekord erwartet
Auf Basis der Entwicklung historischer Daten rechnet das FMK dieses Mal mit einem mobil übertragenem Datenvolumen von rund 43 Millionen Gigabyte allein in den Stunden rund um Silvester. Zum Vergleich: Im Corona-Vorjahr 2021 wurden zu 35 Mio. Daten mobil übertragen, 2020 waren es 31,5 Mio. Gigabyte. Zum letzten "normalen" Jahreswechsel 2019/2020 wurden in den Stunden rund um Silvester 28,5 Mio. Gigabyte übertragen.
Grund für Datenrekord liegt an leistungsfähigeren Smartphones
Der Grund für die Steigerung gegenüber 2019 um ein
Drittel liegt vor allem daran, dass leistungsfähigere Smartphones und
aufwändigere Chat- und Video-Apps, etwa für hochauflösende Videos, mehr
Datenvolumen benötigen.
Genug Kapazitätsreserven mit 5G-Netzen
Der
Ausbau der 5G-Netze schreitet seit 2019 rasch voran. Mehr als 50 % der
Bevölkerung sind heute technisch mit dem ultraschnellen 5G-System
versorgt. In Kombination mit den schon bestehenden 4G-Netzen erwartet
das FMK auch zum diesjährigen Jahreswechsel keine Kapazitätsengpässe.
Für alle Fälle: Notrufe werden auch zu Silvester priorisiert
Sollten
in der Silvesternacht Funkzellen vereinzelt dennoch an ihre
Kapazitätsgrenze kommen, werden Notrufe automatisch erkannt und vom Netz
priorisiert.
Für den Fall, dass eine der bekannten Notrufnummern nicht erreichbar ist, ist es sinnvoll, auch im Inland den Euro-Notruf 112 zu wählen, mit dem man immer die nächste Leitstelle der Polizei erreicht.
Handelt es sich etwa um einen medizinischen Notfall,
dann kümmert sich die Polizei um die Alarmierung von Rettung und
Notarzt, dasselbe gilt natürlich etwa auch für Feuerwehr und Bergrettung
und beispielsweise auch für den Gasnotruf.
Auch für den Fall,
dass das Heimnetz nicht verfügbar ist, kann mit dem Euro-Notruf 112 ein
Notruf abgesetzt werden, sofern sich irgendein Netz in Reichweite
befindet. Der Anruf wird von allen Netzen, unabhängig vom Heimnetz
automatisch erkannt und priorisiert.
Auch zum Jahreswechsel den richtigen Notruf wählen
Grundsätzlich gilt: Immer den richtigen Notruf wählen. Denn wer etwa bei einem medizinischen Notfall als Ersthelfer gleich die Rettung unter 144 ruft, wird von einer erfahrenen Sanitäterin oder Sanitäter schon am Telefon instruiert Erste Hilfe zu leisten, während die Rettungskräfte noch auf dem Weg zum Einsatzort sind.
Alle dreistelligen Notrufe sind kostenfrei und können auch mit Prepaid-Karten ohne Guthaben angerufen werden.
Die wichtigsten Notrufnummern im Überblick
Diese Notrufnummern sollte man auswendig kennen, alle Nummern werden ohne Vorwahl gewählt:
- 122 Feuerwehr
- 133 Polizei
- 144 Rettung
- 0800 / 133 133 als SMS Gehörlosennotruf
- 112 Euro-Notruf
Stiller Notruf: Die App "DEC112" ist sowohl auf Google Play als auch im App Store verfügbar.
Weitere wichtige Notrufnummern, die immer kostenfrei und ohne Guthaben angerufen werden können:
- 128 Gasgebrechen (Gasnotruf)
- 140 Bergrettung
- 141 Ärztenotdienst
- 142 Telefonseelsorge
- 147 Rat auf Draht Notruf für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen
Alle Notrufnummern und wichtige Hotlines sind .