Ab 2023 dürfen sich Familien über eine Valorisierung der Sozialleistungen wie etwa Kinderbetreuungsgeld, Familienzeitbonus und Familienbeihilfe freuen.
Ab dem neuen Jahr werden Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag und Kinderabsetzbetrag, das Kinderbetreuungsgeld und der Familienzeitbonus sowie das Schulstartgeld jährlich an die Teuerung angepasst. Zudem wird der Eltern-Kind-Pass ausgeweitet und an dessen Digitalisierung gearbeitet. In der Frauenpolitik wird der Gewaltschutz neuerlich einen Schwerpunkt bilden.
2023 bringt Anpassung der Familienleistungen
Für die Valorisierung der Familienleistungen nimmt die Regierung im kommenden Jahr knapp 337 Millionen in die Hand, bis 2026 sind es rund 3,3 Milliarden, hieß es aus dem Büro von Frauen- und Familienministerin Susanne Raab (ÖVP). Insgesamt profitieren davon 1,2 Millionen Familien und rund 1,9 Millionen Kinder.
Digitaler Eltern-Kind-Pass wird ab 2023 ausgearbeitet
Beim Eltern-Kind-Pass steht neben der Ausweitung der Leistungen für Schwangere und Kinder die Digitalisierung im Fokus, an dieser wird im kommenden Jahr gearbeitet. Fertig sein soll der neue, digitale Eltern-Kind-Pass dann 2024. Zudem wird eine neue Elternberatung in den Eltern-Kind-Pass integriert, die den werdenden und frischgebackenen Eltern einen Kompass für den neuen Lebensabschnitt geben soll. Etwa sollen sie Informationen zu Herausforderungen, die das Leben mit einem Kind und die Anforderung der Erwerbstätigkeit mit sich bringen, partnerschaftliche Aufteilung der Elternzeit, Karenz, Kinderbetreuungsgeld, Papamonat, Elternteilzeit oder Pensionssplitting erhalten.
Papamonat: Väterbeteiligung soll gestärkt werden
2023 wird zudem das Budget für Familienberatungsstellen, die einen Eckpfeiler der psychosozialen Versorgung darstellen, von 16,1 auf 19,1 Millionen Euro erhöht. Zur Stärkung der Väterbeteiligung wiederum wird der Familienzeitbonus während des Papamonats nicht mehr auf ein später bezogenes Kinderbetreuungsgeld angerechnet. Erhöht wird auch das Budget für Schulbücher und für Schülerfreifahrten.
Frauenbudget fließt 2023 großteils in Maßnahmen gegen Gewalt
Im Zentrum der Frauenpolitik steht im kommenden Jahr abermals der Gewaltschutz. Ein Großteil des Frauenbudgets, das
im kommenden Jahr insgesamt 24,3 Mio. Euro ausmacht, wird in Maßnahmen
gegen Gewalt fließen. Dabei stehe die finanzielle Absicherung und
Stärkung der Gewaltschutzzentren an oberster Stelle, hieß es.
Auch soll die Frauen- und Mädchenberatung gestärkt werden. Für das bundesweite Netzwerk der Frauen- und Mädchenberatungsstellen stehen 2023 8,2 Mio. Euro zur Verfügung. Damit würden bei den rund 200 Beratungsstellen, die ein niederschwelliges Beratungsangebot und Unterstützung für Frauen in verschiedensten Lebenssituationen anbieten, sowohl der verstärkte Beratungsbedarf als auch die Teuerungswelle abgefedert.
Aktionen für Frauen und Mädchen werden 2023 weitergeführt
Das "Empowerment von Frauen und Mädchen" bildet auch 2023
neuerlich einen Schwerpunkt. Der Fokus liegt weiterhin auf der
Diversifizierung von Berufsbildern und dem Abbau von
geschlechterspezifischen Stereotypen. Aktionen wie "Girls Day" und "MINT
Girls Challenge" werden 2023 weitergeführt, um Bewusstseinsbildung und das Interesse von Mädchen an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu fördern.