In seinem Tagesbefehl zum Jahreswechsel stärkte Bundespräsident Alexander Van der Bellen dem Heer den Rücken.
"Ich begrüße es sehr, dass nun das Österreichische Bundesheer die dazu notwendigen finanziellen Mittel erhält, um eine zeitgemäße Landesverteidigung, so wie sie unsere Verfassung vorsieht, zu garantieren", meinte er. Sorgen macht sich der Oberbefehlshaber um die künftige personelle Ausstattung des Heers.
"Der
Angriff Putins auf die Ukraine hat uns allen drastisch gezeigt, dass es
auch hier in Europa konventionelle Kriege geben kann und wie wichtig
daher die militärische Landesverteidigung ist", schrieb Van der Bellen
in seinem Tagesbefehl,
in dem er sich als "Mitstreiter für ein gut ausgestattetes Bundesheer"
bezeichnete. Durch das kürzlich beschlossene Bundesfinanzrahmengesetz
und das Landesverteidigungsfinanzierungsgesetz sei erstmals in der
Geschichte des Heeres eine zehnjährige Planungssicherheit für die notwendigen Beschaffungen gewährleistet.
Aber auch auf Herausforderungen abseits internationaler Krisen ging der Bundespräsident
ein. Aufgrund der demografischen Entwicklungen werde es eine der großen
Herausforderungen sein, auch künftig das notwendige Personal für das
Bundesheer zu finden. "Daher muss ein besonderer Fokus auf eine
qualitativ hochwertige und motivierende Ausbildung der Grundwehrdiener
gerichtet sein." So seien es die Rekrutinnen und Rekruten, die entweder
das künftige Kaderpersonal stellen oder als "wertvolle Werbeträger" für
das Bundesheer in der Gesellschaft agieren.
Eine "Zäsur in der Geschichte der Sicherheitspolitik" sieht auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Sie bekannte sich in ihrem ausgeschickten Tagesbefehl zur immerwährenden Neutralität Österreichs, die es zu schützen gelte. Stolz zeigte sich Tanner erwartungsgemäß auf das "höchste Budget der Geschichte des Bundesheeres" und meinte: "Die Hauptaufgabe des Bundesheeres ist es, unser Land mit der Waffe zu verteidigen und somit wird die militärische Landesverteidigung wieder im Vordergrund stehen."