Für die gelben Engel gab es auch heuer keine Weihnachtsruhe: Mit rund 4.500 Einsätzen waren sie für die Menschen über Weihnachten da.
Rund um Weihnachten wird es oft noch persönlicher, weiß Harald Mlinarik von der ÖAMTC-Pannenhilfe: "Rund 4.500 Mal konnten wir unsere Mitglieder am 24., 25. und 26. Dezember in ganz Österreich beim Weiterkommen unterstützen. Damit haben wir heuer fast genauso viele Panneneinsätze verzeichnet wie an Weihnachten 2021."
Für die nächsten Tage rechnet Mlinarik mit einem weiteren
Anstieg: "Traditionell sind wir ab dem 27. Dezember in ganz Österreich
überdurchschnittlich oft im Einsatz. In der Zeit zwischen Weihnachten und
Neujahr sind unsere Mitglieder mehr als sonst unterwegs – sei es wegen der
Fahrt in den Urlaub, Besuchen, Einkäufen oder Umtauschaktionen. Da ist auch die
ÖAMTC-Pannenhilfe erfahrungsgemäß vermehrt gefordert."
Aber auch die Tage vor Weihnachten waren dieses Jahr besonders
arbeitsintensiv – nicht nur die vielen wichtigen Erledigungen vor den
Feiertagen haben der Pannenhilfe dieses Jahr mehr Einsätze als sonst beschert,
sondern vor allem auch der kräftige Wintereinbruch war hier mitverantwortlich:
In der Woche vom 12. bis zum 19. Dezember haben die eiskalten Minusgrade ein
Einsatzplus von knapp 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr gebracht. "Der
österreichweit einsatzstärkste Tag war der 13. Dezember mit gut 5.000 Pannenhilfen",
so Harald Mlinarik vom ÖAMTC. Dies entspricht einem Tagesplus von fast 47
Prozent im Vergleich zu 2021. Die häufigsten Einsatzgründe waren auch heuer
wieder leere Batterien (40 Prozent), gefolgt von Problemen mit dem Motor bzw.
dem Motormanagement (24 Prozent) und den Reifen (Sieben Prozent).
Unter den vorweihnachtlichen Einsätzen gab es auch welche
besonderer Natur: So etwa im niederösterreichischen Vösendorf, wo ein Wiener
Mitglied die ÖAMTC-Pannenfahrer zu Hilfe rief, als sich sein junger Hund Rudi
irrtümlich im Auto eingesperrt hatte. Dieser hatte sich am Beifahrersitz auf
den Autoschlüssel draufgelegt und dabei offenbar einen Knopf betätigt.
Pannenhelfer Michael Christ war schnell zur Stelle und konnte den Vierbeiner
und sein Herrchen zum Glück rasch aus der misslichen Lage befreien.
Auch die Crews der ÖAMTC-Flugrettung wurden zwischen 24. und 26. Dezember zu vielen medizinischen Notfällen gerufen: 155 Mal waren sie an den Weihnachtstagen heuer im Einsatz, um Menschenleben zu retten – das sind um fünf Prozent mehr Einsätze als an Weihnachten 2021. Der arbeitsintensivste Tag war der 25. Dezember mit 65 Einsätzen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Tagesplus von fast 33 Prozent an absolvierten Flugrettungseinsätzen entspricht. Mit dieser Zahl wurde sogar der einsatzstärkste Weihnachtstag 2021 deutlich übertroffen (24.12.2021 mit 50 Einsätzen).