Mit dem Jahreswechsel übernimmt das Burgenland den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz.
Inhaltliche Schwerpunkte werden dabei die Pflege, die Gesundheit und die Bewältigung der Energiekrise sein, hieß es zur APA. "In Krisenzeiten ist es besonders wichtig, dass die Bundesländer geschlossen auftreten", betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Gleichzeitig mit dem Ländervorsitz übernimmt das Burgenland im ersten Halbjahr auch die Bundesratspräsidentschaft.
Die Vorsitzführung steht unter dem Motto "Sicherheit in bewegten Zeiten" und Doskozil will sich bemühen, bei den wichtigen Themen Konsens unter den Ländern zu erreichen und dann gemeinsam mit dem Bund die anstehenden Probleme zu bewältigen.
In der Pflege und der
Gesundheit habe das Burgenland neue Wege beschritten, was auch über die
Landesgrenzen hinaus auf Resonanz stoße. Die Interessenlagen seien
jedenfalls quer durch alle Bundesländer gleich gelagert. "Unser
gemeinsames Ziel ist es, bürgernahe Versorgungsstrukturen nicht nur
abzusichern, sondern auch auszubauen und weiterzuentwickeln. Dafür
müssen viele Dinge neu gedacht werden, natürlich auch die Finanzierung",
so der Landeshauptmann.
Beim Thema Energie sei allen bewusst,
dass man aus fossilen Energiequellen aussteigen muss: "Kurzfristig
müssen wir aber alles tun, um die finanziellen Folgen für die
Bevölkerung so weit wie möglich abzufedern. Auch da werden die Länder an
einem Strang ziehen und gegenüber dem Bund geschlossen auftreten",
forderte Doskozil. Breiten Raum einnehmen soll auch der neu
auszuverhandelnde Finanzausgleich, wobei der burgenländische
Landeshauptmann ja Mitglied des Verhandlungsteams ist.
Das
östlichste Bundesland hatte zuletzt im zweiten Halbjahr 2018 die
Vorsitzführung in der Landeshauptleutekonferenz inne. Organisatorisch
sind die Vorbereitungsarbeiten bereits im Wesentlichen abgeschlossen, so
Protokollchef Manfred Riegler, der mit seinem Team die Veranstaltungen
managt. Die symbolische Übergabe des Vorsitzes erfolgt am 11. Jänner in Wien
mit Doskozil und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Am 4. und 5. Mai
etwa treffen sich die Landesfinanzreferenten in Schlaining und die
Landeshauptleutekonferenz findet am 6. und 7. Juni in Andau statt.
Im
Finale des burgenländischen LH-Vorsitzes wird auch noch der wegen der
Corona-Pandemie verschobene Festakt "100 Jahre Burgenland" am 18. Juni
im Schloss Esterhazy in Eisenstadt nachgeholt mit Bundespräsident
Alexander Van der Bellen.
Das Amt des Bundesratspräsidenten wiederum übernimmt im ersten Halbjahr 2023 Günter Kovacs (SPÖ). In seine Zeit der Präsidentschaft fällt auch die Wiedereröffnung des Parlamentsgebäudes im Jänner.