Alexander Murlasits, Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich, nannte das Motto der FPÖ für die Landtagswahl am 29. Jänner: "Wir spielen auf Sieg".
Zugewinne und "so stark zu werden, dass man an uns in Wahrheit nicht vorbeikommt", seien das Ziel. Dass die ÖVP künftig nicht mehr die Landeschefin oder den Landeschef stellt, sei "schwer vorstellbar". Eine "rot-blau-pink-grüne Koalition" bezeichnete Murlasits als "absurd".
NÖ-Wahl: Wahlkampfauftakt der FPÖ
Der Wahlkampfauftakt für die der FPÖ geht laut dem Landesparteisekretär am 7. Jänner in Schwechat in Szene. Am 14. Jänner steigt das Neujahrstreffen in Wiener Neustadt mit Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Es fällt somit ebenfalls in den Landtagswahlkampf. Der freiheitliche Landeschef und Spitzenkandidat Udo Landbauer werde im Rahmen dieser Veranstaltung auch eine weitere Plakatwelle präsentieren. Die Wahlwerbung beschließen werden die Freiheitlichen am 27. Jänner im Regierungsviertel in St. Pölten, auf dem Platz beim Klangturm, und somit "im Epizentrum der ÖVP".
Im Wahlkampf für die NÖ-Wahl werde es sehr viele kleine Veranstaltungen in den Gemeinden und Bezirken geben. Der direkte Bürgerkontakt stehe an erster Stelle, sagte Murlasits im Gespräch mit der APA. Beim Gulaschkochen etwa wollten die Blauen "unser Rezept für Niederösterreich präsentieren".
Wahlkampf-Budget der FPÖ für die NÖ-Wahl
Das
Budget der FPÖ sei "weit entfernt von der Wahlkampfkostenobergrenze",
betonte der Parteimanager. "Wir fordern auch mit Nachdruck deren
Halbierung ein." Es könne nicht sein, dass man auf Bundesebene sieben
und im Land sechs Millionen Euro als Obergrenze habe. Murlasits: "Das
ist dermaßen realitätsfremd. Hier gehört sofort eingespart."
Am
29. Jänner geht es laut dem FPÖ-Sekretär darum, die absolute Mehrheit
der ÖVP zu brechen. Der Bevölkerung könne der Urnengang auch als
Denkzettelwahl für die Grauslichkeiten auf Bundesebene dienen. Wenn das
System ÖVP Niederösterreich falle, werde es, "davon bin ich überzeugt",
auf Bundesebene zur Neuwahl kommen, sagte Murlasits. Letzteres wolle die
Mehrheit der Bevölkerung.
NÖ-Wahl: Kickl werde im Wahlkampf dabei sein
Kickl werde "selbstverständlich" im
Wahlkampf dabei sein, kündigte Murlasits "mehrere Auftritte" des
Bundesparteichefs im Land an. Auch Christian Hafenecker, Fraktionsführer
der FPÖ im ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschuss, und Generalsekretär
Michael Schnedlitz, beide Niederösterreicher, würden sich einbringen.
An
Themen nannte Murlasits u.a. den Kampf gegen die Preisexplosion, zumal
ein voller Kühlschrank und eine beheizte Wohnung kein Luxus sein
dürften. Weiters würden Korruption im Land, Machtmissbrauch und
Freunderlwirtschaft angesprochen. "Wir Freiheitliche sind der einzige
Garant für eine restriktive Asylpolitik", führte der
Landesparteisekretär einen weiteren Komplex an. Es gebe 120.000 Illegale
allein in diesem Jahr im Land.
2018 hatte die FPÖ in Niederösterreich 14,8 Prozent erreicht. Es handelte sich um das zweitbeste Ergebnis im Bundesland. Das beste Abschneiden mit 16,1 Prozent datiert aus 1998 und somit aus der Ära Jörg Haider.