Europas Gasspeicher leeren sich: Die Füllstände sinken dank der Kältewelle, auch wenn diese immer noch gut gefüllt sind.
Für Österreich gibt die Plattform ACSI einen Füllstand von 87,6 Prozent an (Mittwoch) und einen Rückgang um 0,7 Prozent zum Vortag. In Deutschland waren die Gasspeicher zuletzt 90,2 Prozent gefüllt. Das war ein Prozentpunkt weniger als am Vortag. Zuletzt war am 27. November in Deutschland Gas eingespeichert worden. Seitdem geht die Füllmenge zurück - wie meist im Winter.
Die Kälte sorgt für Gasspeicher-Füllstände in Europa
Die Speicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit ein Puffersystem für den Markt. Die Füllstände nehmen nach Beginn der Heizperiode im Herbst üblicherweise ab. In Österreich waren die Gasspeicher im Herbst zu über 90 Prozent gefüllt. In Deutschland war am Vormittag des 14. November sogar ein Füllstand von 100 Prozent verzeichnet worden. Am 1. Februar sollen diese laut Energiewirtschaftsgesetz noch zu 40 Prozent gefüllt sein.
Dauerhaft Gas fließt durch Pipline-Importe nach Deutschland
Zu
beachten ist, dass weiter dauerhaft Gas durch Pipeline-Importe nach
Deutschland fließt, zuletzt ausschließlich aus Norwegen, den
Niederlanden und Belgien. Ab dem 22. Dezember soll außerdem erstmals
direkt in Deutschland angelandetes Flüssigerdgas (LNG) in den Markt
kommen.
Kälte sorgte für steigende Gasverbräuche
Die Kälte hatte zuletzt für steigende Gasverbräuche
gesorgt. Das von der Bundesnetzagentur geforderte Einsparziel von 20
Prozent gegenüber dem Durchschnittsverbrauch der vergangenen vier Jahre
wurde nicht erreicht. So lag der Verbrauch von Haushalten und Industrie
in der vergangenen Woche (KW 49) nur noch um 5,2 Prozent unter dem
Wochenmittel der vier Jahre zuvor. Temperaturbereinigt lag der Verbrauch
in der 48. und 49. Kalenderwoche um 12 Prozent unter dem Referenzwert
der letzten vier Jahre.
Einsparungen bei Gasverbrauch lag bei 8,3 bis 25,4 Prozent in Österreich
In Österreich
lagen nach Angaben des Klimaministeriums die Einsparungen beim
Gasverbrauch von August bis November je nach Monat im Vergleich zum
Durchschnittsverbrauch der vergangenen fünf Jahre bei 8,3 bis 25,4
Prozent. Die EU fordert Einsparung von 15 Prozent von August 2022 bis
März 2023.